Schweinegrippe löst Pandemie-Ängste aus
April 2009

Der G-20-Gipfel beschließt Billionenhilfen für von der Finanzkrise angeschlagene Staaten, Rasmussen wird neuer Nato-Generalsekretär, in Italien kommt es zu einer Erdbebenkatastrophe, der Asean-Gipfel in Thailand wird abgebrochen, in Düsseldorf beginnt der Terrorprozess gegen die „Sauerland-Gruppe“ und weltweit löst die Schweinegrippe löst Angst vor einer Pandemie aus.

1.4.: Zum Auftakt eines G-20-Gipfels in London demonstrieren rund 4.000 Menschen im Finanzviertel gegen die internationale Wirtschaftspolitik. Eine Gruppe von Demonstranten stürmt eine Filiale der Royal Bank of Scotland. Ein Demonstrant kommt unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Daimler will wegen des heftigen Absatzeinbruchs im laufenden Jahr bei seinen Beschäftigten zwei Milliarden Euro Personalkosten einsparen. Von den Maßnahmen sind die 141 000 Beschäftigten der Daimler AG in Deutschland betroffen.

US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Dmitri Medwedew vereinbaren bei ihrem ersten Zusammentreffen in London Verhandlungen über ein neues Abrüstungsabkommen. Der Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen (START I) läuft am 5. Dezember aus.

Kroatien und Albanien schließen ihren Beitritt zur Nato ab. Das Militärbündnis hat jetzt 28 Mitglieder.

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Regierungsgebäude in der afghanischen Stadt Kandahar kommen mindestens 17 Menschen ums Leben.

Auf dem Rückflug von einer Ölbohrplattform in der Nordsee stürzt ein Hubschrauber mit 16 Insassen ins Meer.

Die Koalition einigt sich auf den 57-jährigen Daimler-Manager Rüdiger Grube als neuen Vorstandschef der Deutschen Bahn.

2.4.: Die Staats- und Regierungschefs der G-20 beschließen, 1,1 Billionen Dollar für Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitzustellen. Die Mittel sollen an den IWF, die Weltbank und andere internationale Finanzorganisationen gehen. Der Gipfel verständigt sich auf strengere Regeln für Hedgefonds und Rating-Agenturen. Nach Aufforderung durch die G-20 stellt die OECD eine "Schwarze Liste" von Steueroasen auf: Costa Rica, die Philippinen, Malaysia und Uruguay. In einer "Grauen Liste" werden unter anderem die Schweiz, Österreich und Liechtenstein aufgeführt.

Die Europäische Zentralbank senkt ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf den historischen Tiefstand von 1,25 Prozent.

Nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol in der Türkei kommt ein 21-jähriger Schüler ums Leben. Zwei Jugendliche fallen ins Koma und werden nach Deutschland ausgeflogen.

3.4.: Zum Auftakt des Nato-Gipfels in Baden-Baden und Straßburg kündigt US-Präsident Obama überraschend einen Fahrplan für eine Welt ohne Atomwaffen an.

Ein Amokläufer richtet in einem Zentrum für Einwanderer im US-Staat New York ein Blutbad an. Der Mann tötet 13 Menschen in dem Gebäude in Binghamton, ehe er sich selbst erschießt.

Popdiva Madonna scheitert in Malawi mit ihrem Antrag, ein weiteres Waisenkind zu adoptieren. Ein Richter in Lilongwe urteilt, die neuen Eltern müssten mindestens 18 Monate in Malawi leben, ehe sie ein Kind adoptieren könnten.

4.4.: Der Nato-Gipfel in Straßburg bestimmt den dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen zum neuen Generalsekretär. Das Militärbündnis erklärt seine Unterstützung für die neue US-Strategie in Afghanistan. Die europäischen Nato-Staaten stellen 5.000 zusätzliche Soldaten bereit, die USA wollen ihre Truppen um 21.000 Mann verstärken.

Bei gewaltsamen Protesten gegen den Nato-Gipfel in Straßburg werden ein ehemaliges Zollabfertigungsgebäude und ein Hotel in Brand gesetzt. Rund 1.000 Demonstranten liefern sich heftige Zusammenstöße mit der Polizei. An einer friedlichen Kundgebung beteiligen sich rund 10.000 Nato-Gegner. Auf einer Brücke in Kehl hindert die Polizei 6.000 Demonstranten daran, die Grenze nach Straßburg zu passieren.

Bei der Präsidentschaftswahl in der Slowakei wird Amtsinhaber Ivan Gasparovic in einer Stichwahl mit 55,5 Prozent bestätigt.

In Pittsburgh in Pennsylvania erschießt ein Mann drei Polizisten, die wegen Ruhestörung zu seinem Haus gekommen waren.

Zwei weitere Schüler sterben nach der Vergiftung mit gepanschtem Alkohol in der Türkei.

5.4.: US-Präsident Obama stellt in Prag eine Initiative für die Abschaffung aller Atomwaffen vor. Anschließend ruft er die Europäische Union bei einem Gipfeltreffen auf, die Türkei als Mitglied aufzunehmen.

Mit dem Start einer Langstreckenrakete löst Nordkorea internationale Proteste aus. Die Rakete fliegt über Japan hinweg und verschwindet über dem Pazifik. Die Trägerrakete habe einen Fernmeldesatelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht, meldet Nordkorea, was von unabhängigen Stellen aber nicht bestätigt wird. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird von Japan zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen, kann sich aber nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen.

Die Kommunistische Partei in Moldawien (PCRM) gewinnt die Parlamentswahl mit 45 Prozent der Stimmen und erhält damit das Mandat zur Fortsetzung der Regierung.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistischen Stadt Chakwal werden mindestens 22 Menschen getötet.

Piraten kapern vor der Küste Somalias das deutsche Containerschiff "Hansa Stavanger".

6.4.: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,3 kommen in Mittelitalien 294 Menschen ums Leben. Die in den Abruzzen gelegene Stadt L'Aquila und mehrere Bergdörfer der Umgebung werden zu großen Teilen zerstört.

Eine Serie von sechs Bombenanschlägen in schiitischen Vierteln von Bagdad kostet mindestens 36 Menschen das Leben.

US-Präsident Obama besucht die Türkei und wirbt dabei für einen Neuanfang in den Beziehungen der USA zur islamischen Welt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht deutsche Soldaten in Afghanistan. Kurz danach wird der Stützpunkt Kundus mit Raketen angegriffen.

7.4.: Die Bundesregierung beschließt, die Abwrackprämie von 2.500 Euro zur Unterstützung der Automobilindustrie bis zum Jahresende zu verlängern. Die Ausgaben sollen aber auf fünf Milliarden Euro begrenzt werden.

Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet das Rettungsübernahmegesetz und macht damit den Weg frei für die Verstaatlichung der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE).

Im Anschluss an seinen Türkei-Besuch fliegt US-Präsident Obama nach Bagdad und trifft dort mit US-Soldaten und dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zusammen.

Nach der Wahl in Moldawien demonstrieren 10.000 Menschen in Chisinau gegen die Regierung. Das Parlamentsgebäude wird gestürmt und verwüstet. 30 Menschen werden verletzt.

Der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori wird wegen Menschenrechtsverletzungen zu 25 Jahren Haft verurteilt. Ein Gericht in Lima macht ihn für Verbrechen einer Todesschwadron der Streitkräfte verantwortlich, die 25 Menschen das Leben gekostet haben.

Wegen eines Erbstreits um 200.000 Mark erschießt ein 60-jähriger Mann im Landshuter Landgericht seine Schwägerin und verletzt zwei weitere Menschen, ehe er sich mit einem Schuss in den Kopf das Leben nimmt.

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