Schweizer Banken wollen Transparenz steigern
Richtlinien für schweizer Finanzanalysten

Die Schweizerische Bankiervereinigung (Bankenverband) will mit neuen Richtlinien mögliche Interessenkonflikte im Bereich der Finanzanalyse eingrenzen und zugleich die Transparenz in diesem Bereich verbessern.

Reuters BASEL. Die Richtlinien, die unter anderem so genannte "Chinese Walls" zwischen den verschiedenen Abteilungen von Banken vorsehen und auch die Form der Entlöhnung von Finanzanalysten regeln, sollen nach einer Prüfung durch die Eidgenössische Bankenkommission (Bankenaufsicht) als Massnahme der Selbstregulierung in Kraft treten, wie die Bankiervereinigung am Mittwoch mitteilte.

Die Hauptzielrichtung der Richtlinien, deren Einzelheiten erst nach der Prüfung durch die EBK veröffentlicht werden sollen, bestehe in der Eingrenzung von Interessenkonflikten in der Finanzanalyse. Die Empfänger von Produkten der Finanzanalyse sollen grundsätzlich gleich gestellt werden. Der Informationsaustausch zwischen verschiedenen internen Bereichen einer Bank sollen auf eine transparente, durch die Compliance-Stelle überwachte Basis gestellt werden.

Chinesische Mauern sollen insbesondere die Finanzanalyse von Emissionsabteilungen, Investmentbanking, Wertschriftenhandel und Kreditabteilungen trennen. Dazu gehört auch, dass die Bezahlung der Analysten nicht vom spezifischen Transaktionen etwa der Emissionsabteilungen oder des Investmentbanking abhängig sein darf. Analysten dürfen auch nicht in Firmen und/oder Instrumente investieren, die sie selbst beurteilen oder an deren Beurteilung sie massgeblich beteiligt sind. Nach Ansicht der Bankiervereinigung erfüllt die neue Standesregel internationale Standards.

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