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Schweizer Börse lehnt Fusion mit Deutscher Börse ab

Die Schweizer Börse SWX hat eine Fusion mit der Deutschen Börse abgelehnt, bleibt aber offen für weitere Kooperationen. Der Verkauf, die Übernahme oder vollständige Integration in eine andere Börse seien zurzeit ausgeschlossen, teilte der SWX-Verwaltungsrat am Freitag nach einer Sitzung in Zürich mit. Die Schweizer Börse solle selbstständig bleiben. Die SWX sei gut positioniert und verfüge über eine gesunde Finanzstruktur. Kosten- und Effizienzgewinne könnten über "Partnerschaften, Kooperationen, Allianzen oder andere finanzielle Verflechtungen" erreicht werden.

dpa-afx ZÜRICH/FRANKFURT. Die Schweizer Börse SWX hat eine Fusion mit der Deutschen Börse abgelehnt, bleibt aber offen für weitere Kooperationen. Der Verkauf, die Übernahme oder vollständige Integration in eine andere Börse seien zurzeit ausgeschlossen, teilte der SWX-Verwaltungsrat am Freitag nach einer Sitzung in Zürich mit. Die Schweizer Börse solle selbstständig bleiben. Die SWX sei gut positioniert und verfüge über eine gesunde Finanzstruktur. Kosten- und Effizienzgewinne könnten über "Partnerschaften, Kooperationen, Allianzen oder andere finanzielle Verflechtungen" erreicht werden.

Die Deutsche Börse ließ sich nach der Absage keine Enttäuschung anmerken. "Wir sind von 100 %, die wir hätten erreichen können, im oberen Drittel gelandet", sagte ein Sprecher in Frankfurt. Es sollten nun Gespräche über vertiefte Kooperationen aufgenommen werden. Finanzvorstand Mathias Hlubek erklärte in einer schriftlichen Mitteilung: "Damit können wir unsere erfolgreiche Partnerschaft weiter ausbauen und sind dabei bereit, alle Formate und Optionen zu prüfen."

Aufbauend auf den beiden Gemeinschaftsunternehmen, der Terminbörse Eurex und dem Indexanbieter Stoxx, sehe die Deutsche Börse vielfältige Möglichkeiten, "die Stärken der beiden Partner in einer noch engeren Zusammenarbeit in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern zu kombinieren". Das Augenmerk für den Fall einer Fusion hatte sich vor allem auf den klassischen Kassamarkt, also den Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren, gerichtet.

Auch die SWX bekräftigte die Bereitschaft zu weiteren Kooperationsgesprächen mit der Deutschen Börse und verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Eurex. Solche Gespräche sollten aber im Rahmen der aktuellen Struktur erfolgen, also "zwischen zwei selbstständigen Organisationen."

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