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Schweizer Firmen zahlen für deutsche Zwangsarbeiter-Stiftung

Die Zahl der Schweizer Firmen, die sich an der deutschen Stiftung zur Entschädigung von Zwangsarbeitern beteiligt, wächst.

dpa BERN. Wie der Schweizer Radiosender DRS am Donnerstag berichtete, beteiligen sich an der Entschädigung neben den Konzernen ABB, Novartis und Algroup auch die Versicherungen Zürich und Winterthur sowie das Transportunternehmen Kühne und Nagel, der Pharmakonzern Roche, Ciba, Holderbank, und die Swisscom respektive deren deutsche Tochterfirmen.

Swisscom-Sprecherin Renate Cosby sagte, ihre deutsche Tochter debitel werde 100 000 Euro beisteuern. Debitel sei zwar erst 1991 gegründet worden, habe also keine Zwangsarbeiter beschäftigt. Der Beitrag werde aber aus Solidarität gezahlt.

Die Roche Deutschland Holding mit Sitz in Grenzach teilte am Donnerstag mit, dass sie der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft ebenfalls beitrete. Dies sei ein Akt der Solidarität. Die Aufarbeitung der Firmengeschichte habe keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten ergeben. Über die Höhe des Beitrages wurde nichts bekannt gegeben.

Auch die deutsche Tochtergesellschaft von Ciba Spezialitätenchemie in Lampertheim bei Frankfurt a. M. hat nach den Worten von Ciba - Sprecher Satochi Sugimoto bereits bekannt gebeben, dass sie sich an der Stiftung beteiligt.

Der Zementkonzern Holderbank beteiligt sich wegen seiner deutschen Töchter Breisgauer Cement GmbH und der Hamburger Alsen AG an dem Fonds. Dies sei keine Einzelinitiative von Holderbank, sondern geschehe zusammen mit der deutschen Zementindustrie, sagte Holderbank-Sprecher Roland Walker.

Diese habe entschieden, sich geschlossen an dem Fonds zu beteiligen. Im Zweiten Weltkrieg hätten Zementwerke in Deutschland nur mit Zwangsarbeitern produzieren können, da die meisten Männer an der Front gewesen seien, sagte Walker.

Nicht am deutschen Zwangsarbeiterfonds, aber am Schweizer Bankenvergleich mit jüdischen Organisationen will sich der Telekommunikationskonzern Ascom beteiligen. Das Unternehmen habe nie Zwangsarbeiter beschäftigt, erklärte eine Sprecherin.

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