Schweizer forderte eine Million Dollar im Voraus
Neue Festnahme im Fall "Kobe Bryant"

Ein Schweizer Bodybuilders wurde festgenommen, weil er die Frau umbringen wollte, die den US-Basketballstar Kobe Bryant der Vergewaltigung bezichtigt.

HB LOS ANGELES. Nach Angaben amerikanischer Nachrichtenagenturen soll der in den USA lebende Schweizer Bodybuilder für den Auftragsmord eine Million Dollar im Voraus gefordert haben. Weitere zwei Millionen Dollar sollten nach Vollendung der Tat gezahlt werden.

Wie die Polizei von Los Angeles auf einer Pressekonferenz mitteilte, sei dem Mann vor seiner Festnahme von verdeckt arbeitenden Beamten eine Tasche mit Falschgeld übergeben worden. Der Schweizer lebe in El Segundo, besitze ein abgelaufenes Visum und arbeite in einem lokalen Bodybuilding-Center. Die Untersuchung habe bereits am 8. September begonnen, nachdem das Sicherheitspersonal von Bryant von dem Mann ein schriftliches Angebot erhalten hatte, er könne die "Probleme" des NBA-Stars lösen. Die Angaben des Mannes über seine Kontakte zur organisierten Kriminalität werden von der Polizei überprüft.

Kobe Bryant soll am 30. Juni in einem Hotel in Cordillera eine 19 Jahre alte Hotelangestellte sexuell missbraucht haben. Der Name der Frau darf auf richterliche Anweisung hin nicht offiziell genannt werden. Am 18. Juli wurde Bryant wegen Vergewaltigung angeklagt. Er beteuert, unschuldig zu sein. Er gab jedoch zu, mit dem Teenager sexuellen Kontakt gehabt zu haben, aber nicht gegen ihren Willen.

Bryant, der bei den Lakers bis 2004 einen mit 70,9 Mill. Dollar dotierten Sechs-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, ist für eine Kaution von 25 000 Dollar auf freiem Fuß. Bei einer Schuldsprechung droht ihm eine Freiheitsstrafe zwischen vier Jahren und lebenslänglich. Ein Anhörungstermin wurde inzwischen für den 9. Oktober festgelegt. Danach wird Richter Frederick Gannett entscheiden, ob es zu einem Verfahren kommt.

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