Schweizer Investmentbank muss keinen Kaufpreis zahlen: UBS und Enron vereinbaren Gewinnaufteilung

Schweizer Investmentbank muss keinen Kaufpreis zahlen
UBS und Enron vereinbaren Gewinnaufteilung

Die Schweizer Investmentbank UBS Warburg kann das Handelsgeschäft des zusammengebrochenen US-Konzerns Enron übernehmen, muss dafür aber nichts zahlen. Es werden auch keine Schulden übernommen, wie aus Unterlagen hervorgeht, die in New York veröffentlicht wurden. Enron erhält ein Drittel der künftigen Gewinne.

ap NEW YORK/ZÜRICH. Die am Dienstag veröffentlichte Vereinbarung wurde vorerst auf zehn Jahre abgeschlossen, wie Enron bekannt gab. UBS Warburg kann Enron vom dritten Jahr an schrittweise auskaufen und parallel dazu die Ausschüttung des Gewinns vor Steuern reduzieren. Bei den Zahlungen handelt es sich um eine Art Lizenzgebühren für Ausstattung und Software. Gemäß den Unterlagen übernimmt UBS Warburg nur Personal und Infrastruktur. Laut Enron-Sprecher Mark Palmer beschäftigt UBS Warburg rund 800 bisherige Enron-Beschäftigte und mietet die Enron-Büros in Houston (Texas).

Das Handelsgeschäft war der beherrschende Bereich des zusammengebrochenen Enron-Konzerns. Er steuerte den Angaben zufolge 90 % der Konzernerträge von insgesamt 101 Mrd. Dollar bei. Mit der schrittweisen Übernahme, die noch von den zuständigen US-Behörden abgesegnet werden muss, sind die von Enron gehegten Pläne zur Gründung eines Joint Ventures erledigt.

Noch offen ist, wie das Enron-Handelsgeschäft weiter geführt wird. Experten schlossen nicht aus, dass es in die UBS Warburg integriert wird. Die Investmentbank des Schweizer Bankenkonzerns UBS hatte Ende vergangener Woche den Zuschlag für das Enron-Handelsgeschäft erhalten.

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