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Schweizer siegen bei Weltmeisterschaft

Pirmasens (dpa) - Seeteufel mit Frischkäsefüllung und sogar eine Eisbombe lagen bei der Grillweltmeisterschaft am Wochenende im pfälzischen Pirmasens auf dem Rost. Was hier auf den Teller kam, hatte nichts mit rustikaler Feierabendbeschäftigung zu tun, sondern eher mit Gourmet-Küche. «Eine Bratwurst kommt bei uns nicht auf den Grill», sagte der Präsident der German Barbecue Association, Helmut Jurende.

Pirmasens (dpa) - Seeteufel mit Frischkäsefüllung und sogar eine Eisbombe lagen bei der Grillweltmeisterschaft am Wochenende im pfälzischen Pirmasens auf dem Rost. Was hier auf den Teller kam, hatte nichts mit rustikaler Feierabendbeschäftigung zu tun, sondern eher mit Gourmet-Küche. «Eine Bratwurst kommt bei uns nicht auf den Grill», sagte der Präsident der German Barbecue Association, Helmut Jurende.

65 Teams aus 20 Nationen waren bei den erstmals in Deutschland ausgetragenen Titelkämpfen am Start. Am Sonntagabend stand nach drei Tagen fest, dass die Schweiz eindeutig die besten Brutzler hat. Die Eidgenossen stellten gleich die beiden ersten Plätze. Das zehnköpfige «World Barbecue Team» aus Zürich grillte sich in den fünf Kategorien «Spareribs», «Geflügel», «Fische», «Rind» und «Dessert» an die Weltspitze. Die Köche um das Schweizer Team «Goldenes Kreuz» kamen unter den strengen Augen von rund 210 Juroren auf Platz zwei.

Auf dem dritten Rang landeten die österreichischen «Hornochsengriller» aus Horn im Waldviertel. Zur Enttäuschung der 100 000 Besucher kam die beste deutsche Mannschaft, die «Sieben Schwaben» aus Tübingen, mit ihrem Grillkünsten nur auf Platz sieben.

Die Jury prüfte Geschmack, Aussehen, Harmonie, Garstufe und Biss. Im vergangenen Jahr war der Wettkampf in Jamaika ausgetragen worden. Der Sieger kam aus Belgien, Deuschland belegte Rang zwei.

Frauen am Grill waren in Pirmasens klar in der Unterzahl - was nach den aktuellen Forschungsergebnissen der Universität Freiburg nicht verwundert. Männer fühlen sich nach Angaben der Professorin für Soziologie und Geschlechter-Forschung, Nina Degele, an der glühenden Kohle in die Rolle des Jägers und «Höhlenmenschen» zurückversetzt. Am Grillrost würden die männlichen Urinstinkte geweckt. Frauen verspürten dagegen wenig Lust am Wenden des rohen Fleisches.

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