Schweizer soll Drogengelder transferiert haben
Geldwäsche-Ermittlungen gegen Ex-Botschafter

Der Verdacht gegen den wegen mutmaßlicher Geldwäsche vom Dienst suspendierten Schweizer Botschafter in Luxemburg, Peter Friederich, hat sich verdichtet. Das teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Bern am Freitag zum Abschluss der Ermittlungen mit. Friederich soll für Drogenhändler Gelder gewaschen zu haben.

dpa/HB BERN. Wegen des Verdachts auf Beihilfe wurden die Ermittlungen den Angaben zufolge auf die Ehefrau des in Untersuchungshaft sitzenden Botschafters ausgeweitet. Die Akten wurden inzwischen für die Voruntersuchung an das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt weitergeleitet.

Friederich war am 8. Juli in Bern festgenommen worden. Außer Geldwäsche wird ihm Urkundenfälschung vorgeworfen. Am 23. Juli hatte die Anklagekammer die Untersuchungshaft bis zum 15. August verlängert. Friederich selbst bestreitet die Geldwäsche-Vorwürfe.

Im Zentrum der Ermittlungen stand die Rolle Friederichs im Zusammenhang mit verdächtigen Finanztransaktionen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres. Namentlich ging es um vier Bareinzahlungen auf sein privates Konto bei einer Luxemburger Bank in Höhe von insgesamt umgerechnet rund 750 000 Euro. Innerhalb weniger Tage wurde das Geld auf Konten in der Schweiz und im Ausland transferiert. Die Kontoinhaber waren den Strafverfolgungsbehörden vor dem Hintergrund von Drogenhandel und-finanzierung bekannt.

Sowohl die Erkenntnisse über die Herkunft wie auch über die weitere Bestimmung der Gelder weisen laut Bundesanwaltschaft deutlich in Richtung des internationalen Drogenhandels beziehungsweise der damit zusammenhängenden Finanzierung und Geldwäscherei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%