Schwellenländer-Aktienfonds
Fondsmanager glauben an Südkorea

Geht es nach dem Schwellenländer-Aktienexperten Narayan Ramachandran, dann werden sich die Börsen der so genannten Emerging Markes, zum Beispiel Südkorea, in den nächsten zwölf Monaten recht gut entwicklen. Auch die Manager des ABN Amro Global Emerging Markets Equity Fund setzen auf das asiatische Land.

HB/vwd/FRANKFURT/M. Für den Fondsmanager ist es zwar eher unwahrscheinlich, dass die seit September gesehenen starken Wertzuwächse erneut erzielt werden. Eine relative Outperformance gegenüber den Märkten in den USA und in Europa sei aber durchaus möglich.

Ramachandran steuert von New York aus den Morgan Stanley-Emerging Markets Equity Fund. In den zwölf Monaten bis Ultimo März erzielte das Produkt eine Performance von 20,12 %. Unter den zehn volumenstärksten Schwellenländer-Aktienfonds belegt er damit Position eins, im Gesamtfeld aller 67 Fonds dieser Kategorie Platz 21. "Wir fokussieren die Länder, in denen sich makroökonomische und politische Trends verbessern und in denen die Bewertung und das Sentiment den fundamentalen Verbesserungen hinterher hinken", sagt er. Auf Unternehmensebene halte er Ausschau nach Firmen, die wachsende freie Cash Flows oder Gewinne vorweisen können, und deren Managements die Interessen der Aktionäre respektieren.

Profitiert hat der Fonds unter anderem von der Übergewichtung des südkoreanischen Marktes (22 % des Portfolios). Neben Indien hält Ramachandran ihn für den diversifiziertesten asiatischen Markt. Setzte der Fondsmanager 2001 vor allem auf inlandsorientierte Segmente, hat er seit dem 21. September auch exportorientierte Werte aufgestockt.

Eine Jahresperformance von 19,53 % bringt den ABN Amro Global Emerging Markets Equity Fund unter den zehn größten Schwellenländerfonds auf Rang zwei und insgesamt auf Platz 23. Dabei hat sich auch bei diesem Fonds das starke Engagement in Südkorea gelohnt, sagt Maarten Jan Bakkum vom Emerging-Markets-Team der Niederländer. Mit einem Anteil von 7,0 % ist wie bei Ramachandran Samsung Electronics das Schwergewicht im Portfolio. Mit insgesamt 18,2 % des Fondsvermögens ist der ABN Amro Global Emerging Markets Equity Fund derzeit in Lateinamerika engagiert, vor allem in Mexiko. Vor allem die Telekomfirma Telefonos de Mexico gefällt Bakkum.

In Osteuropa setzt der Fonds verstärkt auf Russland, das innerhalb der Emerging Markets bereits in den zurück liegenden drei Jahren zu den Klassenbesten gezählt hat. Von einem Ölpreis auf hohem Niveau sollten die im Fonds enthaltenen russischen Ölgesellschaften Lukoil und Surgutneftegaz profitieren, meint Bakkum.

Auch Bakkum rechnet damit, dass sich die Schwellenländer-Bören weiterhin gut entwickeln. Insbesondere dann, wenn die Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres auf einen erkennbaren robusten Wachstumspfad zurückkehrt.

Quelle: Handelsblatt

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