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Schwere EU-Wettbewerbsbedenken bei Druckfusion Springer Bertelsmann

Die EU-Kommission hat ihre Wettbewerbsprüfung der geplanten Großfusion in der deutschen Druckereibranche um vier Monate verlängert.

dpa-afx BRÜSSEL/GÜTERSLOH. Die EU-Kommission hat ihre Wettbewerbsprüfung der geplanten Großfusion in der deutschen Druckereibranche um vier Monate verlängert. Grund sind schwere Wettbewerbsbedenken beim geplanten Zusammenschluss im Tiefdrucksektor von Arvato, Gruner + Jahr und Axel Springer, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel nach einer sechswöchigen Standarduntersuchung mit. Arvato und Gruner + Jahr gehören beide zum Bertelsmann-Konzern.

Die Wettbewerbshüter haben Anhaltspunkte, wonach "das Vorhaben wirksamen Wettbewerb erheblich behindern würde". Dies gelte insbesondere für den deutschen Markt für Zeitschriften mit hohen Auflagen.

Ein Antrag des Bundeskartellamtes, die geplante Fusion in Deutschland zu prüfen, war damit nicht erfolgreich, teilten die Unternehmen mit. Sie begrüßten die Prüfung auf europäischer Ebene. Der Druck von Hochglanz-Produkten wie Katalogen und Magazinen sei ein europäisches Geschäft.

Mit der Fusion würde der größte europäische Tiefdrucker entstehen. Die Unternehmen beschäftigen zusammen rund 5 000 Mitarbeiter und führen Betriebe in Ahrensburg, Darmstadt, Dresden, Itzehoe und Nürnberg. Eine geplante Großdruckerei von Arvato im britischen Liverpool soll ebenfalls Bestandteil der Fusion werden. An dem neuen Unternehmen sollen Arvato und Gruner + Jahr jeweils mit 37,4 Prozent sowie Springer mit 25,1 Prozent beteiligt sein.

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