Schwere Finanzkrise
Krise in der Türkei kann EU-Beitrittsfahrplan gefährden

afp ESSEN. Die schwere Finanzkrise in der Türkei bedroht den Zeitplan für die Beitrittsverhandlungen des Landes mit der Europäischen Union (EU). Das Ausmaß der Krise übertreffe "die vereinzelten ökonomischen Rückschläge der neunziger Jahre deutlich und kann den Fahrplan für den angestrebten EU-Beitritt erheblich gefährden", erklärte der Direktor des Essener Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen, am Freitag. Sen verwies darauf, dass die Türkei bis Ende März ihr nationales Aktionsprogramm für die Erfüllung der EU-Beitrittskriterien hätte vorlegen sollen. Nun bestehe die Gefahr, dass die angestrebten Schritte nicht finanzierbar seien. Die sprunghaft gestiegenen Zinsen ließen dem hoch verschuldeten türkischen Staat derzeit kaum Spielraum für die zum EU-Beitritt notwendigen Reformen.

Die EU hatte der Türkei im Dezember 1999 bei ihrem Gipfel in Helsinki offiziell den Kandidatenstatus zuerkannt. Bisher werden mit dem Mittelmeerland aber keine Aufnahmeverhandlungen geführt, weil es die dafür notwendigen politischen und wirtschaftlichen Kriterien nicht erfüllt.

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