Schwere Gefechte
Zahlreiche Tote bei Kämpfen um Stadt in Ostkongo

Bei heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Rebellengruppen und Volksstämmen im Osten Kongos sind mindestens 90 Menschen getötet worden.

HB NAIROBI/KINSHASA. Wie ein Sprecher der UN - Mission für Kongo (Monuc) am Montag in der Hauptstadt Kinshasa sagte, seien bei den Kämpfen um die Stadt Bunia Ende der vergangenen Woche voraussichtlich noch weitere Menschen ums Leben gekommen.

Unter den Opfern in zwei gefundenen Massengräbern nahe der Stadt in der Kivu-Region seien zahlreiche Frauen und Kinder. Nach Angaben von Monuc-Sprecher Hamadou Toure wurden am Sonntag die Leichen von 15 Soldaten in der Residenz des Gouverneurs von Bunia gefunden. Der Gouverneur selber sei geflüchtet.

Rivalisierende Rebellengruppen, aber auch Vertreter konkurrierender Volksstämme hatten sich in der vergangenen Woche schwere Gefechte um die Stadt an der Grenze zu Uganda geliefert. Augenzeugen berichteten, auch ugandische Soldaten und Panzer seien in die brutale Aktion verwickelt gewesen.

Bunia war bislang in der Hand von kongolesischen Rebellen, die sich im vergangenen April von Uganda losgesagt hatten. Nach Angaben von UN-Beobachtern hatten ugandische Truppen am Samstag die Stadt zurückerobert. Die Lage bleibe angespannt. Ein UN-Sprecher sei am Sonntag nach Kampala geflogen, um dort Gespräche mit ugandischen Regierungsvertretern zu führen.

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