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Schwere Schäden nach Unwetter im Norden

Hamburg (dpa) - Heftige Unwetter über Norddeutschland haben am Mittwoch schwere Schäden verursacht und den Verkehr erheblich gestört. Entwurzelte Bäume und abgerissene Äste stürzten auf Gleise, Straßen, auf Hausdächer und Autos. Straßen wurden überflutet.

Hamburg (dpa) - Heftige Unwetter über Norddeutschland haben am Mittwoch schwere Schäden verursacht und den Verkehr erheblich gestört. Entwurzelte Bäume und abgerissene Äste stürzten auf Gleise, Straßen, auf Hausdächer und Autos. Straßen wurden überflutet.

Der Bahnverkehr Hamburg - Kiel war unterbrochen, zwischen Hamburg und Berlin mussten Züge umgeleitet werden. Auf den Autobahnen rund um Hamburg bildeten sich lange Staus.

Vermutlich bei einem Blitzeinschlag entzündete sich im Chemiebetrieb Dow Deutschland in Stade ein Wasserstoffgemisch, das aus einem Schornstein abgeblasen wurde. Das Feuer war weithin sichtbar, richtete aber keinen Schaden an, sagte ein Sicherheitsbeauftragter des Unternehmens. In Hamburg verursachten Blitze mindestens zwei Hausbrände, ein Mann wurde verletzt.

Nahe Wulfshagen (Schleswig-Holstein) schlug der Blitz in den Rotor einer Windkraftanlage ein, der daraufhin Feuer fing. Die Feuerwehr ließ die Anlage kontrolliert abbrennen, da sie in der Höhe des Rotors nicht löschen konnte.

Allein in Hamburg zählte die Feuerwehr innerhalb von dreieinhalb Stunden rund 260 Wetter bedingte Einsätze. In Schleswig-Holstein fiel teilweise der Strom aus.

Von der Nordseeküste kommend hatten Sturmböen und Gewitter mit Regen und Hagel die Regionen zwischen Hamburg, der Elbe und Bremerhaven erreicht und zogen dann zunächst in Richtung Lüneburger Heide und Wendland. Meteorologen warnten vor weiteren Unwettern in Sachsen-Anhalt und Nordbrandenburg. Auch Tornados seien möglich.

Als Grund für das schwere Unwetter nannte Ronald Prodinger vom Wetterdienst Meteomedia die Vermischung von unterschiedlich feuchten und warmen Luftmassen über Norddeutschland. Diese so genannte Okklusion habe von der Aller bis fast bis zur dänischen Grenze gereicht.

Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, kehrte unterdessen der Sommer ein: Mit 3,7 Grad über dem Gefrierpunkt blieb dort in der Nacht zum Mittwoch frostfrei, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit.

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