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Schwere Unwetter legen Verkehr lahm

Frankfurt/Main (dpa) - In mehreren Teilen Deutschlands haben am Freitagabend Unwetter starke Schäden angerichtet. Besonders betroffen war das Rhein-Main-Gebiet, wo zeitweise der Bahn- und Straßenverkehr lahm gelegt war.

Frankfurt/Main (dpa) - In mehreren Teilen Deutschlands haben am Freitagabend Unwetter starke Schäden angerichtet. Besonders betroffen war das Rhein-Main-Gebiet, wo zeitweise der Bahn - und Straßenverkehr lahm gelegt war.

Bei einem möglicherweise wetterbedingtem Unfall auf der Autobahn Kaiserslautern-Mainz (A 63) kamen am Freitag bei Freimersheim zwei Menschen ums Leben, ein Mann wurde leicht verletzt. Große Verspätungen mussten die Passagiere der Deutschen Bahn hinnehmen, der nach eigenen Angaben gleich vier Stellwerke in Hanau, Offenbach, Frankfurt und Langen ausfielen. Als Grund wird ein Blitzschlag vermutet. Am Mainzer Bahnhof mussten Gleise wegen der Wassermassen vorübergehend stillgelegt werden, im Bahnhofsgebäude wurden Geschäfte in Mitleidenschaft gezogen. Auf der anderen Rheinseite ergossen sich aus den Weinbergen im Rheingau Schlammströme über die Gleise der Bahnstrecke, die zwischen Eltville und Rüdesheim gesperrt wurde.

Bei Mörfelden am Frankfurter Flughafen wurden zwei liegengebliebene ICE evakuiert, die Passagiere mit Bussen nach Frankfurt gefahren, berichtete Bahnsprecherin Cornelia Rauchenberger. Ein dritter ICE setzte seine Fahrt mit großer Verspätung fort. In Bischofsheim stauten sich etliche Güterzüge auf einem zentralen Umschlagplatz. Auch am Flughafen gab es für eine gute halbe Stunde keine Starts und Landungen mehr, berichtete der Verkehrsleiter. Einige Flieger mussten nach Köln und Düsseldorf umgeleitet werden.

In Frankfurt, Mainz und Offenbach gingen mit dem Gewitter zahlreiche Feuermelder los, berichteten Polizei und Feuerwehr. In Frankfurt waren vor allem Straßen im südlichen Stadtgebiet stundenweise unpassierbar, vereinzelt wurden Dächer abgedeckt. Südlich von Offenbach musste eine Landesstraße wegen umgestürzter Bäume an mehreren Stellen gesperrt werden. In Dietzenbach (Kreis Offenbach) wurde ein Mann von einem Stromschlag verletzt, als er in seinen überfluteten Keller ging. Dort hatte das Wasser einen Kurzschluss ausgelöst. In Mainz waren die Leitungen der Feuerwehr komplett überlastet, die Helfer mussten zu dutzenden Einsätzen bei Sturm- und Wasserschäden. Mehrere Straßen am Rhein standen komplett unter Wasser.

Auch in anderen Teilen Deutschlands wie in Franken und Nordthüringen überfluteten die Regenmassen Keller und Straßen. In Bonn war der Zugverkehr ebenfalls erheblich behindert, in Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld) musste eine Bundesstraße vier Stunden lang gesperrt werden. Im holsteinischen Nahe brannte eine Scheune nach einem Blitzeinschlag aus, es entstand ein Sachschaden von 200 000 Euro.

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