Schwere Verluste
Sony mit Gewinnwarnung fürs Gesamtjahr

Der japanische Elektronikriese Sony hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 (31. März) wegen schwacher Nachfrage bei Konsumelektronik und Videospielen einen Verlust erlitten.

dpa-afx TOKIO. Die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr nahm Sony zudem um 40 Prozent zurück, wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Im Berichtszeitraum April bis Juni fiel ein Gruppenverlust von 30,1 Mrd. Yen (536 Mio DM/275 Mio Euro) an, nach einem Minus im Vorjahreszeitraum von 92,4 Mrd. Yen.

Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 1,6 Billionen Yen. Sowohl bei Konsumelektronik wie auch Video-Spielen und Filmen musste Sony operative Verluste verbuchen. Nur der Musikbereich schrieb schwarze Zahlen. Probleme mit Mobiltelefonen bescherten Sony zudem Kosten von 13,1 Mrd. Yen, nachdem die Mobilfunkkonzerne NTT Docomo und KDDI rund 1,1 Mill. Sony-Handys wegen defekter Software vom Markt zurückgerufen hatten. Wegen des schwachen Geschäfts mit Konsumelektronik und Video-Spielen konzentriert sich Sony auf Handys.

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun einen Nettogewinn von 90 Mrd. Yen, nachdem im April noch 150 Mrd. Yen angepeilt worden waren. Die Umsatzerwartung nahm Sony zudem von 8 auf 7,7 Billionen Yen zurück. Vor Bekanntgabe der Quartalszahlen hatte die Aktie des Konzerns am Donnerstag in Tokio mit einem Minus von 50 Yen oder 0,7 Prozent bei 7070 Yen geschlossen. Seit Beginn dieses Jahres hat das Sony-Papier damit rund zehn Prozent an Wert eingebüßt.

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