Schwerer Seegang behinderte Rettung -
Flüchtlingsschiff in der Adria gestrandet

ap ROM. Ein in der Adria gestrandetes Flüchtlingsschiff ist am Sonntag in die Hafenstadt Gallipo geschleppt worden. Nach Angaben der Polizei befanden sich 562 Menschen an Bord, darunter 63 Kinder. Schwerer Seegang und starker Wind behinderten das Rettungsmanöver. Es dauerte mehrere Stunden, bis das Schiff den Hafen an der Südküste erreicht hatte.

Kurz nach Mitternacht habe die Küstenwache Funksprüche einiger Passagiere aufgefangen, nachdem die Besatzung offenbar das Schiff verlassen habe, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Grenzpatrouillen machten sich mit Booten und Hubschraubern auf die Suche nach dem gestrandeten Schiff, das vermutlich aus der Türkei stammt. Bei den Flüchtlingen handelte es sich offenbar um Kurden, ihre Nationalitäten waren jedoch zunächst nicht bekannt.

Die Polizei ging an Bord des Schiffs, um festzustellen, ob sich die Menschenschmuggler unter die Flüchtlinge gemischt hatten, um so den Behörden zu entkommen. Möglicherweise handelt es sich bei zwei der Passagiere um Menschenschmuggler. Ein Kind und eine schwangere Frau wurden nach Angaben des Fernsehsenders RAI wegen einer Erkrankung in ein Krankenhaus gebracht. Italien schickt aufgegriffene Flüchtlinge in ihre Heimat zurück, wenn sie keine Arbeitsstelle nachweisen können oder zu Hause nicht verfolgt werden.

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