Schwerpunkt im Raum Neckarsulm
Vierte Metall-Tarifrunde von weiteren Warnstreiks begleitet

Begleitet von weiteren Warnstreiks hat am Montag in Böblingen die vierte Runde der Tarifgespräche über die betriebliche Weiterbildung in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie begonnen. Nach den Angaben der IG Metall vom Montag legten allein im Raum Neckarsulm rund 6 000 Beschäftigte aus 22 Betrieben zeitweise die Arbeit nieder.

Reuters BÖBLINGEN. Betroffen seien unter anderem die Firmen Audi, Kolbenschmidt Pierburg und Volvo-Busse gewesen. Auch in Offenburg und Mannheim seien Proteste geplant. Bei den Tarifgesprächen in Böblingen wird seit April um einen Vertrag zur Qualifizierung und Beteiligung der rund 820 000 Beschäftigten der Branche gerungen.

Bereits am Freitag hatten rund 20 000 Beschäftigte im Südwesten ihre Arbeit ruhen lassen. In den Tarifverhandlungen hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften vor Pfingsten nach Zugeständnissen der IG Metall auf Eckpunkte für die berufliche Weiterbildung geeinigt. Beide Seiten hatten sich nach der dritten Runde zunächst zuversichtlich gezeigt, nun einen raschen Abschluss zu erzielen. Im Vorfeld der jetzigen Runde hatte der Ton zwischen den Tarifparteien aber wieder an Schärfe zugenommen. So hatten die Arbeitgeber kritisiert, dass die IG Metall trotz der erzielten Annäherung weiter auf Warnstreiks setze. IG Metall-Bezirksleiter Berthold Huber unterstrich kurz vor den Verhandlungen, die Streiks würden in dieser Woche fortgesetzt, bis ein vernünftiger Tarifabschluss vereinbart sei.

Strittig ist für die Gewerkschaftseite noch die Weiterbildung von Fließbandarbeitern und die Mitsprache bei der Festsetzung der verlangten Leistung. Ein Tarifvertrag zur Qualifizierung könnte bundesweiten Pilotcharakter einnehmen.

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