Schwerpunkt weiterhin Drogenhandel
Schily sieht Erfolg im Kampf gegen organisiertes Verbrechen

Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität haben die Ermittlungsbehörden nach Angaben von Bundesinnenminister Otto Schily im vergangenen Jahr deutliche Erfolge erzielt.

ap BERLIN. In 854 Verfahren seien 9 421 Tatverdächtige ermittelt worden und damit 21 % mehr als im Vorjahr, erklärte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Schwerpunkt sei nach wie vor der Drogenhandel, der ein Drittel der Verfahren ausmache. Die festgestellte Schadenssumme habe bei 7,28 Mrd. DM (3,72 Mrd. Euro) gelegen.

Die Fahndungserfolge zeigten, dass die Polizei ihre Aufgabe "gut und effektiv erfüllt", sagte Schily. Allerdings sei das Problem nach wie vor "sehr ernst" zu nehmen. Die Zahl der im Kampf gegen organisiertes Verbrechen eingesetzen Ermittlungsbeamten sei daher im vergangenen Jahr von 2 743 auf 3 021 erhöht worden.

Von den ermittelten Tatverdächtigen waren nach Angaben Schilys 56 % Ausländer. Kriminelle Kartelle agierten verstärkt grenzüberschreitend, betonte der Innenminister. Internationale Schutzmechanismen seien daher nötiger denn je. Schily plädierte für eine schnelle Umsetzung der im Dezember 2000 unterzeichneten UN-Konvention zur Bekämpfung der transnationalen organisierten Kriminalität.

Der Innenminister befürwortete auch die Weiterentwicklung von Europol, deren Zuständigkeit im Jahr 2000 auf Geldwäsche, Falschgeld und Zahlungskartenkriminalität ausgeweitet worden sei. "Die operativen Möglichkeiten von Europol müssen auf alle Felder von schwerwiegender grenzüberschreitender Kriminalität ausgedehnt werden", betonte Schily.

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