Schwerpunktthema
Die Wurzeln des Terrors

Freier Kapitalverkehr, religiöser Fanatismus und Enttäuschung über die Moderne begünstigen Gewalt.

DÜSSELDORF. Der junge Mann im Regionalexpress hat ein freundliches, offenes Gesicht. Er hat aber auch schwarzes Haar, liest eine arabische Zeitung. Und auf dem Sitz neben ihm liegt ein prall gefüllter Rucksack. Schössen nicht auch Ihnen, geneigter Leser, da Sie nach einem Sitzplatz suchen, eigenwillige Gedanken durch den Kopf? Überlegten Sie nicht auch, einen Waggon weiter zu gehen? Nur für den Fall.

Mit den Anschlägen auf Züge in Madrid ist Europa endgültig Teil einer globalen Konfrontation geworden. Ein herrenloser Koffer auf dem Bahnsteig - schon ist die Mobilität Tausender Menschen eingeschränkt, sind Bahnhöfe, Abflughallen gesperrt. Immer öfter beginnen wir, unserer Umwelt zu misstrauen. Und damit, schreibt Mark Juergensmeyer, haben Terroristen schon eines ihrer Ziele erreicht.

Wie Juergensmeyer nähert sich in diesem Frühjahr eine Vielzahl von Autoren dem Thema Terror aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Eines zeigt die Lektüre schnell: Wer über Terrorismus sinniert, muss Globalisierung mitdenken - der entfesselte Kapital-, Waren- und Menschenverkehr als Hintergrund, vor dem sich die Wut auf alles Westliche immer gewalttätiger geriert.

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