Schwesterschiff der „Prestige“
Protest gegen Tanker auf der Ostsee

Mit Schlauchbooten und Bannern haben rund 20 Greenpeace-Aktivisten am Sonntagabend den Öltanker "Byzantio" in Höhe Warnemünde abgefangen und mit Protesten begleitet.

HB/dpa HAMBURG. Der Tanker sei aber dennoch nach Plan durch den Großen Belt in Richtung Rotterdam weitergefahren, sagte Greenpeace-Schifffahrtsexperte Christian Bussau am Montag in Hamburg. "Das Schiff gehört auf den Schrottplatz und nicht auf die Meere." Der mit 53 000 Tonnen Öl beladene und lediglich mit einer Rumpf-Hülle ausgestattete Tanker sei eine "schwimmende Zeitbombe".

Eigner des Tankers sei die Crown Resources AG. Das Unternehmen aus der Schweiz hatte auch die "Prestige" gechartert, die vor knapp zwei Wochen vor der spanischen Atlantikküste zerbrochen und gesunken war. Die "Prestige" hatte 77 000 Tonnen Öl gelagert. Die "Byzantio" gilt als Schwesterschiff der "Prestige" und ist ebenfalls 26 Jahre alt.

Bereits am Freitag hatten Greenpeace-Mitstreiter gegen die "Byzantio" in Estland protestiert. Obwohl das Schiff "uralt ist und bei alten Schiffen jederzeit Materialermüdung auftreten kann", durfte der Tanker ablegen. Auf seiner Route habe das Schiff auch die Kadetrinne zwischen der deutschen Halbinsel Darß und der dänischen Insel Falster passiert. Die Kadetrinne gilt als eine der am stärksten befahrenen Schifffahrtsrouten in Europa und es besteht keine Lotsenpflicht. Nach Auffassung von Greenpeace könnte eine Tankerhavarie in diesem Gebiet zu einer Ölpest von Lübecker Bucht bis Usedom führen.

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