"Schwierige Entscheidung"
Deutsche Mazedonien-Debatte von Vorfall beeinflusst

Die Diskussion um den Bundeswehreinsatz in Mazedonien hat am Montag durch den Tod eines britischen Soldaten weiter an Brisanz gewonnen.

dpa BERLIN. Nahe der Hauptstadt Skopje war der Soldat am Morgen von Steinwürfen am Kopf tödlich getroffen worden. Vor einer Sitzung des SPD-Präsidiums drückte Verteidigungsminister Rudolf Scharping sein Bedauern über den Tod des Briten aus. Aktionen wie der Mazedonien-Einsatz seien immer riskant, sagte Scharping. Das Schlimmste wäre jedoch, wenn Mazedonien in einen Bürgerkrieg "abrutscht".

Scharping appellierte an die Union, sich wegen der europäischen Bedeutung einer deutschen Beteiligung am Mazedonien-Einsatz nicht zu verschließen. Die CDU hielt sich ihre Zustimmung zum geplanten Bundeswehreinsatz nach wie vor offen. Vor einer CDU-Präsidiumssitzung verlangte Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel abermals eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen Ausstattung der Bundeswehr.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller sprach von einer "schwierigen Entscheidung". Ihm mache vor allem die Definition des NATO-Einsatzes Sorgen. Für die Grünen-Fraktion sagte ihre Vorsitzende Kerstin Müller, sie rechne in ihren Reihen mit einer großer Mehrheit für den Bundeswehreinsatz.

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