Schwierige Jahre für die Dental-Branche
Planus Zahntechnik will bald die Grauzone der Börse verlassen

ret FRANKFURT/M. Für Mitte dieses Jahres plant die Planus Zahntechnik AG den Börsengang. Mit diesem Schritt aus der Grauzone der Börse - die Aktie wird bislang außerbörslich im Telefongeschäft gehandelt - soll ein Schlussstrich unter zwei schwierige Jahre gezogen und eine Neuausrichtung eingeleitet werden. "Die Jahre 1998 und 1999 waren schwierig für die Zahntechnik", erklärt Günter F. Epple, Vorstand der Planus Zahntechnik AG, Bietigheim, gegenüber dem Handelsblatt. Unpopuläre - gleichwohl notwendige - gesundheitspolitische Entscheidungen zwangen das zu den Marktführern in Deutschland zählende Dental-Unternehmen in den vergangenen Quartalen, hochgesteckte Zukunftspläne an aktuelle Marktentwicklungen nach unten anzupassen.

Die durch den Nachfragerutsch bewirkten hohen Überkapazitäten sorgten für massive Umsatz- und Ertragseinbußen. "Unsere geschäftliche Entwicklung verlief jedoch besser als die des Gesamtmarktes", betont Epple. Der Umsatz fiel im Jahr 1998 von 4,36 auf 3,85 Mill. DM. Im vergangenen Jahr konnte die Talfahrt jedoch gebremst werden. In einem durch ständigen Wechsel gesundheitspolitischer Regelungen bestimmten Umfeld schnitt Planus in den ersten neun Monaten 1999 besser als die Branche ab, weil sich das Unternehmen der Kostenfalle in Europa entzog.

Durch die Gründung einer Produktionsstätte auf der Inselgruppe der Seychellen wurde die Wettbewerbsposition gestärkt. Während der Gesamtmarkt in Deutschland in den ersten drei Quartalen 1999 einen 40 %-igen Umsatzrückgang erlitt, schrumpften die Umsätze bei Planus lediglich um 7 %. Auf Grund der leichten Belebung im letzten Quartal geht Epple nach einer Analyse aktueller Zahlen davon aus, für 1999 einen Umsatz in Vorjahreshöhe ausweisen zu können.

Eine Wende in der Geschäftsentwicklung erhofft er sich in diesem Jahr u.a. aus einer Kooperation mit einer US-Gesellschaft, die auf eine Serien-Herstellung von Zahnersatz-Implantaten hinausläuft. "Diese neue Technologie wird den Implantatemarkt revolutionieren", so Epple optimistisch. Planus hat an diesem Weltpatent die Produktionslizenz für zehn Jahre erworben. Die notwendigen Investitionen sollen über eine Kapitalerhöhung finanziert werden. "Wir werden uns eventuell für den Prädikatsmarkt der Börse in München entscheiden", will sich Epple heute noch nicht auf ein konkretes Marktsegments für den geplanten Börsengang festlegen.





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