Schwierige Nachfolgesuche
Swisscom-Chef will nicht zur Telekom

Die Deutsche Telekom hat auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden einen weiteren Rückschlag erlitten. Der in Branchenkreisen zu den Favoriten gerechnete Swisscom-Chef Jens Alder will nicht an die Spitze des Bonner Konzerns wechseln.

HB/dpa BONN/BERN. Eine Sprecherin des schweizerischen Telekommunikationskonzerns bestätigte am Montag Berichte, wonach Alder nicht zur Verfügung steht.

Der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" hatte Alder gesagt: "Ich mag diese anhaltenden Diskussionen und Gerüchte um die Probleme und die offenbar schwierige Nachfolgeregelung in diesem Unternehmen nicht kommentieren. Ich halte nur fest, dass ich mich nicht als geeigneten Kandidaten betrachte und ich Swisscom auch nicht verlassen möchte."

Swisscom war mit ihrem Partner Debitel aus der milliardenteuren Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland ausgestiegen und hatte so hohe Schulden vermieden. Die Liste der Manager, die in Bezug auf die Telekom-Spitze abgewunken haben, reichte bereits von Philips-Manager Gottfried Dutiné bis zum Postchef Klaus Zumwinkel.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom, Hans-Dietrich Winkhaus, will bis Jahresende einen jüngeren Nachfolger für den Mitte Juli zurückgetretenen Vorstandschef Ron Sommer finden. Das Amt übt übergangsweise der 72-jährige Helmut Sihler aus. Aktionärsschützer favorisieren einen Manager, der von außen kommt. Als Favorit einer internen Lösung der Personalfrage gilt Mobilfunk-Chef Kai-Uwe Ricke.

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