Schwierige Personalsuche
Die meisten jungen Unternehmen sind optimistisch

Die Stimmung unter den jungen Unternehmen in Deutschland ist überraschend gut. Nach der Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Junger Unternehmer verlangsame sich zwar das Wachstumstempo, aber der Aufschwung setze sich dennoch fort.

jös BERLIN. 44,1 % der jungen Unternehmer vom Familienbetrieb bis zum Start up, die sich an der Konjunkturumfrage beteiligt haben, melden gestiegene Auftragsbestände. 21,1 % beklagen einen Rückgang. 40,1 % wollen in Zukunft mehr investieren, 21,9 % haben dagegen die Sparhosen übergezogen, mussten also ihre geplanten Investitionen zurückstellen.

Im Vergleich zur Herbstumfrage 2000 des BJU hat sich die Stimmung zwar leicht verschlechtert. Aber der Optimismus ist wesentlich größer, als der Verband wegen der momentan schlechteren Konjunkturaussichten erwartet hatte. Überrascht hat den BJU-Vorsitzenden Christoph Zschocke vor allem, dass der Optimismus nicht deutlich geringer ist als im Frühjahr 2000 zu Zeiten der Börseneuphorie. "Die Stimmung ist besser als allgemein in Deutschland", sagte Zschocke in Berlin, "der eigentliche Jobmotor in Deutschland sind eben die kleinen Unternehmen."

Der BJU schickt zwei Mal im Jahr seinen 2500 Mitgliedsunternehmen einen Fragebogen über deren Einschätzung. Die Antworten werden von der Universität Dortmund ausgewertet. Die Verbandsmitglieder dürfen nicht älter als 40 Jahre alt sein, müssen mindestens 10 Mitarbeiter beschäftigen und 2 Millionen Mark Jahresumsatz erwirtschaften. Beteiligt haben sich an der diesjährigen Frühjahrsumfrage 535 Unternehmen, was aus Sicht des BJU eine repräsentative Einschätzung ermöglicht.

Verband fordert Zuwanderungsregeln

Trotz der konjunkturellen Abschwächung gehen 43,5 % der befragten Firmenchefs davon aus, dass sie bis zum Herbst ihre Gewinne steigern können, 22,7 % erwarten einen Rückgang. Das sind deutlich mehr als noch im Herbst 2000 (14 %). 36,3 % der Unternehmen wollen in naher Zukunft Mitarbeiter einstellen, 12,7 % planen Entlassungen.

Interessant ist aus Sicht des BJU, dass die Personalsuche bei Fachangestellten, Facharbeitern und Hochschulabsolventen am schwierigsten ist. "Wir brauchen aber keine weitere Übergangslösung wie die Green Card", sagte Zschocke, "die Leute kommen nicht für einen begrenzten Zeitraum." Er forderte Zuwanderungsregelungen für Fachkräfte und Ingenieure.

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