Schwierige Prozesse
Zwischenruf: Freie Bahn

ews/kv. Fusionen sind per se schwierige Prozesse - Daimler und Chrysler belegen es. Die Probleme potenzieren sich noch, wenn schon der Start belastet ist und es erst nach Androhung einer feindlichen Übernahme zur Verschmelzung kommt. Bei Thyssen-Krupp prallten zwei Unternehmenskulturen aufeinander, und ihre Integration lässt noch auf sich warten. Eine Ursache: Die Katalysator-Wirkung der Doppelspitze im Vorstand hat sich nicht entfaltet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Kriwet hat das erkannt.

Nun ist die intern und extern geforderte Lösung beschlossene Sache. Kriwet tritt ins Aufsichtsrats-Glied zurück - wahrscheinlich Ende September. Gerhard Cromme, bisher neben Ekkehard Schulz Spitzenmann im Vorstand, übernimmt Kriwets Amt. Schulz führt den Konzern allein. Der mit drei Finanzmanagern besetzte Vorstand schrumpft. Die Blockade ist beendet; beide Seiten wahren ihr Gesicht. Bisher bestimmte Symmetrie das Handeln - viele Entscheidungen wurden an vermeintlichen Interessen von Krupp oder Thyssen ausgerichtet. Erst danach kam die Sach-Orientierung. Das soll sich ändern - das muss sich sogar schnell ändern, wenn der (Aktien-)Kurs wieder stimmen soll.

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