Schwierige Situation der US-Luftfahrtbranche
Delta Airlines erwartet hohen Verlust

Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines erwartet für ihr laufendes drittes Geschäftsquartal einen hohen Verlust. Delta teilte am Freitag in Atlanta weiter mit, das Unternehmen habe eine Kreditlinie neu verhandeln müssen, weil es nicht in der Lage sei, die Mindestanforderungen dafür zu erfüllen. Delta-Aktien verloren daraufhin an der Wall Street nahezu 20 Prozent auf 9,23 Dollar.

Reuters ATLANTA. Für das dritte Quartal erwarte Delta einen Verlust von rund 350 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen mit. Darin eingeschlossen sei ein einmaliger Aufwandsposten von etwa 225 Millionen Dollar. Der Umsatz werde sich auf Vorjahreshöhe bewegen, die Kapazität um 2,5 bis 3,0 Prozent abnehmen. Zum Teil aus Abschreibungen auf bestimmte Flugzeuge erwarte Delta Belastungen vor Steuern von rund 200 Millionen Dollar.

Wegen der anhaltend schwierigen Situation der US-Luftfahrtbranche sei das Unternehmen nicht ihn der Lage gewesen, die für eine Kreditlinie über 409 Millionen Dollar mit der Commerzbank AG vereinbarte Schuldengrenze, gemessen am Aktienkapital, einzuhalten. Das Institut habe allerdings neuen Konditionen zugestimmt. Demnach müsse Delta Reserven in bar, Bargeld entsprechenden Werten und kurzfristigen Investitionen von mindestens einer Milliarde Dollar halten. Diese hätten Ende August 1,7 Milliarden Dollar betragen. Darüber hinaus habe Delta zugestimmt, eine weitere Kreditlinie über 366 Millionen Dollar bei der Hypo-Vereinsbank aufzugeben. Das Unternehmen gehe davon aus, seinem Schuldendienst nachkommen zu können, habe sich aber wegen der schwierigen Lage der Branche keine neue Finanzierung sichern können.

Anfang dieser Woche hatten die in Bedrängnis geratenen US-Fluggesellschaften vom US-Kongress weitere Hilfen bei der Bewältigung ihrer wirtschaftlichen Probleme gefordert, weil die Anschläge vom 11. September 2001 die Probleme der Branche noch verstärkt hätten. Die Konzernchefs von American Airlines und Delta Airlines, Donald Carty und Leo Mullin, warnten bei einer Anhörung vor dem Luftverkehrs-Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses, die gesamte Branche in den USA könnte zusammenbrechen, wenn sie nicht weitere Hilfen erhalte.

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