"Schwieriger Kompromiss"
Stammzellen-Forscher sollen Geld aus Brüssel bekommen

Bestehende Projekte der Stammzellen-Forschung sollen auch im kommenden Jahr Geld der Europäischen Union bekommen können.

HB/dpa BRÜSSEL. Neue Vorhaben der Forschung an menschlichen Embryonen werden hingegen zunächst keine EU-Förderung erhalten. Auf diesen Kompromiss haben sich die Forschungsminister der 15 EU-Staaten am Montag in Brüssel geeinigt. Eine große Konferenz solle im kommenden Frühjahr die noch ausstehenden ethischen Fragen klären, sagte der dänische Forschungsminister Helge Sander für die EU-Ratspräsidentschaft.

EU-Forschungskommissar Philippe Busquin sprach von einem "schwierigen Kompromiss". Er sehe vor, dass bis Ende 2003 weitere Vorgaben für die Förderung der Forschung an menschlichen Embryonen und menschlichen Stammzellen vorgelegt werden. Die Kommission solle den neuen Vorschlag erarbeiten und mit dem Europäischen Parlament abstimmen. Bis dahin werde die Kommission keine derartigen Projekte fördern, außer für bereits isolierte Stammzellen in Embryonenbanken. "Das, was es bereits gibt, kann verwendet werden", sagte Busquin.

Der Kompromiss war Voraussetzung für Beschlüsse der Minister über Einzelheiten des 6. Forschungsrahmenprogramms. Für die Jahre 2002 bis 2006 stellt die EU dafür 17,5 Milliarden Euro bereit. Davon sind 1,23 Milliarden für die Atomforschung vorgesehen. Mit zwei Milliarden Euro sollten speziell Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen unterstützt werden, sagte Busquin. Nach Darstellung des dänischen Forschungsministers wollen Rat und Parlament dem Vorwurf begegnen, dass vor allem große Unternehmen von der EU-Forschungsförderung profitierten.

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