Schwieriges erstes Halbjahr 2001 erwartet
Celanese hebt Dividende an

Der Chemiekonzern Celanese hat im Geschäftsjahr 2000 vor allem auf Grund stark gesunkener Sonderaufwendungen wieder die Gewinnzone erreicht. Chemische Industrie bekommt US-Konjunkturdelle zu spüren

rtr KRONBERG. Der Chemiekonzern Celanese hat im Geschäftsjahr 2000 vor allem auf Grund stark gesunkener Sonderaufwendungen wieder die Gewinnzone erreicht und eine höhere Dividende angekündigt. Das Betriebsergebnis habe 83 Mill. Euro betragen, nach einem Verlust von 521 Mill. Euro im Vorjahr, teilte Celanese am Donnerstag in Kronberg mit. Der Umsatz sei um etwa 20 % auf 5,2 Mrd. Euro gestiegen. was unter anderem auf Preiserhöhungen und positive Währungseffekte zurückzuführen sei. Die Dividende solle 2000 auf 0,40 Euro von zuvor 0,11 Euro steigen. Das erste Halbjahr 2001 werde sich allerdings aufgrund hoher Energiepreise und des schwächeren US-Wirtschaftswachstums schwieriges gestalten, hieß es. Für das Gesamtjahr sei dennoch ein Gewinn je Aktie über dem Vorjahreswert geplant. Die Aktien der Celanese legten in einem behaupteten Börsenumfeld 0,8 % auf 19,65 Euro zu.

Im vierten Quartal allein betrug das Betriebsergebnis bei Celanese 38 Mill. Euro, nach 273 Mill. Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ohne Sonderaufwendungen betrug in den letzten drei Monaten 119 (Vorjahreszeitraum 140) Mill. Euro, der Umsatz 1,44 (1,22) Mrd. Euro.

Den Jahresüberschuss für 2000 bezifferte Celanese mit 58 Mill. Euro, nach einem Fehlbetrag im Vorjahr von 207 Mill. Euro. Der Ebitda-Gewinn ohne Sonderaufwendungen sei auf 500 (377) Mill. Euro gestiegen. Betriebs- und Jahresergebnis profitierten von einem Rückgang der Sonderaufwendungen auf 29 (559) Mill. Euro, nachdem 1999 die Posten für einen Konzernumbau beide Größen stark belastet hatten. Zudem seien die Gewinne durch die Schließung teurer Anlagen, einen Stellenabbau um etwa 10 % und den Verkauf von Randaktivitäten begünstigt worden. Negativ hätten dagegen ein Anstieg der Rohstoffkosten und Lieferunterbrechungen an zwei Standorten zu Buche geschlagen.

Celanese erwartet schwieriges erstes Halbjahr 2001

"Auf Grund der weiterhin hohen Energiepreise, dem verzögerten Anlauf unserer neuen Essigsäureanlage in Singapur und der sich abschwächenden US-Wirtschaft, insbesondere im Automobilsektor, erwarten wir ein schwieriges erstes Halbjahr 2001", erklärte Celanese-Chef Claudio Sonder. Mit Hilfe von Preissteigerungen und weiteren Kosteneinsparungen wolle das Unternehmen den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr 2001 aber trotzdem prozentual zweistellig steigern. 2000 lag er bei 1,09 Euro, nach 3,70 Euro Verlust 1999.

Der Vorstand wird nach Celanese-Angaben vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichsrats bei der Hauptversammlung im Mai eine Dividende von 0,40 (0,11) Euro vorschlagen.

Celanese war 1999 durch die Ausgliederung der Chemie- Geschäfte des Hoechst-Konzerns entstanden, der sich fortan auf die Bereiche Gesundheit und Ernährung (Life Sciences) konzentrierte und mit der französischen Rhone-Poulenc zum Pharma-Konzern Aventis mit Sitz in Straßburg fusionierte.

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