Schwierigkeiten bei der Finanzierung
Kaum noch Chancen für große Holzmann-Lösung

Der geplante Verkauf wichtiger Inlandsaktivitäten der insolventen Philipp ist überraschend gescheitert.

Reuters FRANKFURT. Die Gespräche mit der niederländischen Baugruppe Heijmans über einen Erwerb der Holzmann-Bereiche seien abgebrochen worden, ließ Insolvenzverwalter Ottmar Herrmann am Dienstag in Frankfurt mitteilen.

Heijmans habe den Abbruch der Verhandlungen unter anderem mit Problemen bei der Begrenzung der Risiken begründet, hieß es. Auch habe es offenbar Schwierigkeiten bei der Finanzierung mit den beteiligten Banken gegeben. Insolvenzverwalter Hermann wolle jedoch die Suche nach anderen Lösungen für Holzmann fortsetzen, hieß es weiter. Neben einigen kleineren Tochtergesellschaften wollte Heijmans inländische Holzmann-Aktivitäten mit einem Jahresumsatz von 325 Millionen Euro und etwa 900 Mitarbeitern übernehmen.

Holzmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann rechnet nun nicht mehr mit einer "großen Lösung" für den Verkauf des Inlandsgeschäftes der insolventen Frankfurter Baufirma. "Ich glaube, dass es nicht mehr zu einer Gesamtübernahme in diesem Umfang kommen kann", sagte Hermann am Dienstag in Neu-Isenburg.

Hermann will aber weiter Übernahmegespräche mit weiteren Interessenten am Holzmann-Inlandsgeschäft führen. "Wir werden jetzt in kleinem Kreis sprechen", sagte er. Namen und Details nannte der Insolvenzverwalter allerdings nicht.

Zugleich teilte Hermann mit, dass wie erwartet die algerische Khalifa-Gruppe das in der Philipp Holzmann International (PHI) zusammengefasste Auslandsgeschäft außerhalb der USA erwerben wolle. Am Mittwoch wolle Khalifa hierzu den Vertrag unterzeichnen, hieß es.

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