Schwierigkeiten sind Lagerung und Transportkosten
Kreditinstitute erwarten Probleme bei Euro-Einführung

Nach einer am Sonntag veröffentlichten DIHT-Umfrage bei den Industrie- und Handelskammern erwarten nur 30 Prozent von ihnen keine besonderen Probleme.

Reuters BERLIN: Die deutschen Kreditinstitute stellen sich nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHT) auf Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Euro-Bargelds im nächsten Jahr ein. Sorgen machten den Banken und Sparkassen die Kapazitäten für Lagerung und Transport des neuen Geldes und Sicherheitsfragen. Auch die Ermittlung des Bargeldbedarfs bereite ihnen Schwierigkeiten.

Anders als der Einzelhandel sähen sie in der Identifikation von Falschgeld aber kein so großes Problem, heißt es in den Umfrageergebnissen weiter. Im Einzelhandel bereite die Erkennung von Falschgeld nach der Umstellung auf Euro mehr als jedem dritten Unternehmen Sorge, bei den Kreditinstituten nur jedem fünften.

Der Handel habe noch nicht alle nötigen Maßnahmen treffen können, um sich auf das neue Geld vorzubereiten, lautet ein weiteres Ergebnis der Umfrage. So sei zu Jahresbeginn noch nicht klar gewesen, zu welchen Konditionen die Kreditinstitute Bargeld vorzeitig an Einzelhändler abgeben würden. Schulungen zum neuen Bargeld könne es erst ab dem 1. September geben, weil die Europäische Zentralbank (EZB) erst zu diesem Termin die Sicherheitsmerkmale der Euro-Münzen und-Banknoten bekannt gebe.

Generell lägen die Unternehmen der bargeldorientierten Dienstleistungsbereiche wie Handel, Gastgewerbe und Kreditwirtschaft mit ihren Vorbereitungen auf den Euro im Zeitplan, bilanziert der DIHT. Knapp ein Jahr vor der Einführung des neuen Bargelds habe die Hälfte von ihnen bereits begonnen, Vorbereitungen zu treffen. In der für die Einführung des neuen Geldes besonders bedeutsamen Kreditwirtschaft seien es 100 Prozent.

Jedes zweite Unternehmen plane aus betrieblichen Gründen, das Rechnungswesen zum letztmöglichen Termin, dem 1. Januar 2002, umzustellen, hält der DIHT als weiteres Umfrageergebnis fest. Jede dritte Firma wolle die Umstellung noch im laufenden Jahr erledigen, und 14 Prozent nutzten den Euro bereits als Hauswährung. Drei Viertel der Unternehmen gäben die Preise ihrer Produkte zumindest teilweise schon in Euro an.

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