Schwimm-EM
Medaillen für deutsche Schwimmer?

Kurz vor den Europameisterschaften erklärt Cheftrainer Ralf Beckmann, was er den deutschen Schwimmern zutraut. Weltrekorde und Goldmedaillen nicht ausgeschlossen.

HB BERLIN.

Franziska van Almsick

Die 24-jährige Berlinerin will bei ihrem internationalen Comeback nach zwei Jahren Pause wieder Schwimm-Geschichte schreiben. Acht Jahre nach ihrem Rekordrennen von Rom will «Franzi» ihren Weltrekord über 200 m Freistil knacken. Über 100 m Schmetterling hat sie sich die 14 Jahre alte deutsche Bestmarke von Kristin Otto vorgenommen. Mit Staffel-Gold will sie Erfolgskurs nehmen. Cheftrainer Ralf Beckmann: "Sie macht rundherum einen guten Eindruck. Sowohl im Training als auch mental. Man kann ihr wirklich alles zutrauen."

Sandra Völker

Mit 28 hat die Hamburgerin noch große Pläne. Für Berlin schließt sie die Verbesserung ihres Weltrekordes über 50 m Rücken nicht aus. Die kühle Norddeutsche konzentriert sich bei der EM auf die Rücken- Strecken und die Staffeln. Auf Einzelstarts im Freistil verzichtet sie. Beckmann: "Sie wirkt sehr konzentriert, sehr entschlossen und objektiv stark. Wenn sie das mit einer entsprechenden Prise Lockerheit mischt, dann wird sie auch an das herankommen, was sie kann."

Hannah Stockbauer

Die zweifache Weltmeisterin von Fukuoka im vergangenen Jahr (800 m und 1500 m) hat nach bestandenem Abitur den Kopf wieder frei für den Schwimmsport. Die 20-Jährige aus Erlangen gilt als Favoritin über 800 m Freistil, die 1500 werden bei der EM nicht geschwommen. In Berlin geht sie zudem über 400 m an den Start. Beckmann: "Sie wird sich in jedem Fall vorn behaupten. Sie ist eine große Hoffnung für Berlin. Hannah hat eine starke Entwicklung gemacht und ist als Person stärker geworden. Am meisten traue ich ihr über 800 m zu."

Annika Mehlhorn

Trotz Verletzungen und Erkrankungen gehört die erst 18 Jahre alte WM-Zweite von Fukuoka über 200 m Schmetterling bei der EM zum engeren Kreis der Titelanwärterinnen. Die Schülerin aus Baunatal strahlt wieder Zuversicht aus, nachdem auch die schulischen Probleme gelöst sind. Beckmann: "Sie hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Sie kann die 200 m Schmetterling gewinnen. Sie ist sehr, sehr ehrgeizig. Und sie ist eine Kämpferin. Sie kann sich vor allem steigern, wenn es um etwas geht."

Thomas Rupprath

Der Schwimm-Profi aus Wuppertal will in Berlin mit Weltrekord und Titel über 100 m Schmetterling überzeugen. Mit Europarekordzeit sagte er dem Australier Michael Klim schon bei der EM-Qualifikation in Warendorf den Kampf an. Auch über 50 m Rücken rechnet sich der 25- Jährige einiges aus. Beckmann: "Er greift den Weltrekord an und er hat ihn drauf. Wer den Thomas über 100 m Schmetterling schlagen will, der muss Weltrekord schwimmen oder übers Wasser laufen. Er hat starke Gegner, aber er wird sie auch nicht leicht nehmen."

Stev Theloke

"Theo", wie ihn alle nennen, will über 50 m Rücken Europa hinter sich lassen. Dabei freut er sich richtig auf den Zweikampf mit seinem Freund Thomas Rupprath. "Konkurrenz belebt das Geschäft", sagt der 24 Jahre alte Bundeswehr-Angehörige aus Chemnitz. In Berlin ist ein guter Taucher gefragt. Beckmann: "Er ist Mitanwärter auf den Titel über 50 und 100 m Rücken. Seine stärksten Konkurrenten kommen aus dem eigenen Lager. Die 50 m werden unter Wasser entschieden. Wer nach 15 Metern führt, der gewinnt."

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