Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona
Conny Schmalfuß springt zu Silber

Conny Schmalfuß ist auf "Wolke 7" gesprungen: Weltmeisterschafts-Silber vom 1-m-Brett - die Berlinerin konnte ihr Glück am Montag kaum fassen. "Jetzt werde ich erst einmal ein klein wenig feiern. Ich wusste zwar, dass ich gut drauf bin. Aber dass es Silber ist - das ist toll", sagte die 27-Jährige.

HB/dpa BARCELONA. Mit fast spielerischer Leichtigkeit absolvierte sie an Barcelonas Olympia-Berg Montjuic ihr Programm und ließ bei den Schwimm-Weltmeisterschaften nur Irina Laschko (Australien) um 3,84 Punkte den Vortritt. Europameisterin Heike Fischer (Leipzig) weinte nach Platz fünf bittere Tränen: "Für Conny bin ich total glücklich, für mich total traurig."

Deutschlands Wasserballer haben Kampfgeist gezeigt und sind nach einem tollen Schlussspurt erfolgreich in die WM gestartet. Nach dem 9:7 (3:5, 1:1, 2:0, 3:1)-Auftaktsieg im "Schlüsselspiel" gegen Griechenland ist für das Team von Bundestrainer Hagen Stamm der angestrebte Gruppensieg realisierbar. Der Spandauer Marc Politze zeichnete sich als vierfacher Torschütze aus. Italien, am Mittwoch nächster Vorrunden-Gegner der deutschen Mannschaft, spielte sich mit einem 15:4 gegen China ein. "Mit dieser Moral können wir auch gegen Italien gewinnen", sagte Stamm, "die Jungens glauben an sich. So können sie jeden schlagen."

Conny Schmalfuß präsentierte sich so locker wie wohl nie zuvor in einer internationalen Entscheidung. "Ich war gar nicht nervös, ich habe irgendwie gemerkt, dass ich gut liege", sagte die Jura-Studentin nach ihrem Riesenauftritt. "Ich wollte endlich einmal in einem Finale mit fünf Sprüngen ohne Fehler durch." Schon vor dem dramatischen Endkampf, in dem erst der allerletzte Sprung über Gold und Silber entschiede, winkte sie ihren Fans, die sie zu Platz zwei trugen: "Das macht total Spaß, bei dieser Stimmung zu springen."

"Zwei Medaillen - das wäre vermessen gewesen", sagte Springer-Teamchef Walter Alt nach dem 1-m-Thriller. Doch Alt strahlte: Die Fukuoka-Bilanz mit nur einmal Bronze ist schon übertroffen, und die WM-Dritten Andreas Wels/Tobias Schellenberg (Halle/Leipzig) können nach ihrem 3. Platz vom Sonntag im Synchron-Wettbewerb an diesem Dienstag vom 3-m-Brett auch einzeln ganz locker an den Start gehen. Wels: "Das werden wir auch."

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