Schwimmen
Groß übt Kritik an Steffens Staffel-Verzicht

Der dreimalige Olympiasieger Michael Groß hat Schwimm-Star Britta Steffen wegen des Startverzichts in Peking in der 4x200m-Freistilstaffel kritisiert. "Eine Medaillenchance ist eine Medaillenchance. Ich hätte ihr geraten, jede Gelegenheit zu nutzen, weil sie es sonst später bereuen könnte", sagte der "Albatross" in einem Interview der Tageszeitung Die Welt.

Steffen hatte bei den nationalen Titelkämpfen im April in Berlin ihren Verzicht erklärt, um sich noch stärker auf ihre Paradedisziplin 100m Freistil zu konzentrieren. Für diese Entscheidung zeigte Groß ebenso wenig Verständnis wie zuvor bereits Steffens Teamkollegin Annika Lurz: "Sie hat zwei Einzelstarts über 50 und 100m, dazu zwei Staffeln. Da hätte sie die dritte auch hinbekommen", meinte Groß.

Dennoch glaubt der frühere Welt- und Europameister, dessen 24 Jahre alter deutscher Rekord über 200m Freistil bei der EM Mitte März von Europameister Paul Biedermann (Halle/Saale) unterboten worden war, dass Steffen durchaus das Zeug zum Superstar hat. "Der Korridor für einen neuen deutschen Helden ist günstig", sagte Groß: "Im Schatten des Basketballspielers Dirk Nowitzki wächst nichts nach. In diese Lücke könnte Steffen stoßen."

© SID

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