Schwimmen Olympia
Frauen-Trio verpasst Finale, Biedermann überzeugt

Antje Buschschulte (100m Rücken), Annika Lurz und Petra Dallmann (beide 200m Freistil) haben die Finalläufe verpasst. Dagegen steht Paul Biedermann über 200m Freistil im Finale.

Antje Buschschulte aus Magdeburg hat im zweiten Halbfinale über 100m Rücken in 1:01,15 Minuten den Einzug ins Finale deutlich verpasst. Athen-Olympiasiegerin Kirsty Coventry aus Simbabwe hat im gleichen Rennen in 58,77 Sekunden den dritten Schwimm-Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking aufgestellt. Die Silbermedaillengewinnerin über 400m Lagen verbesserte in 58,77 Sekunden die alte Bestmarke der US-Amerikanerin Natalie Coughlin vom 1. Juli dieses Jahres um zwei Zehntelsekunden.

Europameister Paul Biedermann (Halle/Saale) hat das Finale über 200m Freistil erreicht und damit für den ersten Endlaufplatz eines deutschen Schwimmers bei den olympischen Einzelwettbewerben gesorgt. Der 22-Jährige beendete das Halbfinale in 1:46,41 Minuten mit der fünftbesten Zeit und blieb damit lediglich vier Hundertstelsekunden über seinem deutschen Rekord, den er bei den deutschen Meisterschaften im April in Berlin aufgestellt hatte.

Der deutsche Meister will sich im Endlauf nicht kampflos geschlagen geben: "Ich messe mich gerne in großen Wettkämpfen und habe auch keine Angst, gegen einen Michael Phelps zu schwimmen. Vielleicht ist im Finale deutscher Rekord möglich."

Lurz und Dallmann gescheitert - Weltrekord durch Pellegrini

Vize-Weltmeisterin Annika Lurz ist über 200m Freistil nach einer desolaten Leistung bereits im Vorlauf ausgeschieden. Die Würzburgerin verpasste mit einer indiskutablen Zeit von 1:59,98 Minuten das Halbfinale der besten 16 Schwimmerinen und blieb ganze 4,30 Sekunden über ihrem deutschen Rekord.

Auch für Petra Dallmann (Heidelberg) war mit einer Zeit von 2:00,21 Minuten bereits im Vorlauf Endstation. Dagegen stellte die Italienerin Federica Pellegrini einen Weltrekord auf. Sie blieb mit einer Zeit von 1:55,45 Minuten sieben Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke der Französin Laure Manaudou.

Weniger überraschend als das Aus von Lurz war das Scheitern von Katharina Schiller und Sonja Schöber im Vorlauf über 200m Lagen. Die Hildesheimerin Schiller belegte Rang 30 (2:18,00), die Dortmunderin Schöber strich als 34. (2:20,18) die Segel.

Nach seinem peinlichen Aus im Vorlauf hat Deutschlands Schwimmer Helge Meeuw bei den Olympischen Spielen in Peking am Montag auch noch kampflos seinen Europarekord über 100m Rücken verloren. Der Russe Arkadi Wjatschanin blieb im Halbfinale in 53,06 Sekunden vier Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke von Meeuw bei den deutschen Meisterschaften im April in Berlin.

© SID

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