Schwimmen Olympia
Steffen gibt sich im Vorlauf keine Blöße

Die erste Hürde bei der Mission Olympia-Gold hat Britta Steffen genommen: Die Schwimmerin ist als Vorlaufzweite ins Halbfinale der 100m Freistil eingezogen. Doch was ihre Medaillenhoffnung angeht, schwankt Deutschlands Schwimm-Star zwischen Hoffen und Bangen.

Die erste Hürde bei der Mission Olympia-Gold hat Britta Steffen genommen, doch Deutschlands Schwimm-Star schwankt zwischen Hoffen und Bangen. "Ich bin ganz zufrieden. Ich möchte ins Finale und dort Bestleistung bringen", sagte die 24 Jahre alte Berlinerin nach Platz zwei in den Vorläufen über 100 m Freistil, fügte aber skeptisch hinzu: "Dass das dann möglicherweise nicht zu einer Medaille reicht, damit habe ich mich schon abgefunden."

Dabei hatte Steffen nach ihrem Einzeldebüt bei Olympia zu so viel Selbstzweifel eigentlich gar keinen Grund. Im Vorlauf musste sich die Europarekordlerin in 53,67 Sekunden nur der Finnin Hanna-Maria Seppala (53,60) geschlagen geben. In der Niederländerin Marleen Veldhuis auf Platz drei (53,76) und vor allem der australischen Weltrekordhalterin Lisbeth Trickett als Sechste (53, 99) lagen ihre schärfsten Rivalinnen hinter ihr.

"Ich habe nicht hundert Prozent gegeben. Wie viel ich noch draufpacken kann, muss aber man abwarten", meinte Steffen und machte aus ihrer Verunsicherung keinen Hehl: "Das fühlt sich alles nicht richtig rund an. Ich bin nicht so in meinen Rhythmus gekommen. Das liegt auch daran, dass die anderen so schnell angehen. Dann liege ich erstmal zurück, das bin ich sonst nicht gewohnt."

Petra Dallmann (Heidelberg) muss im Anschluss an die Vorläufe am Mittwochabend mit einer Zeit von 54,70 Sekunden im Ausscheidungsrennen mit der zeitgleichen Kanadierin Julia Wilkinson um den 16. und letzten Halbfinalplatz kämpfen.

Rückenschwimmer Helge Meeuw schaffte über 200m ebenfalls den Sprung ins Halbfinale, seine 1:58,42 Minuten reichten zu Platz elf. Die Athen-Dritte Anne Poleska wurde über 200m Brust in 2:26,74 Minuten 14. und zog damit ebenfalls ins Halbfinale ein.

Debakel für die Staffel

Eine Enttäuschung erlebte dagegen die 4x200m-Freistilstaffel der Frauen, die ohne Steffen schwimmen musste: Sie hatte auf einen Start verzichtet. Das DSV-Quartett mit Meike Freitag (Frankfurt), Dallmann, Daniela Samulski (Wuppertal) und Annika Lurz (Würzburg) verpasste in 7:58,11 Minuten auf Rang zwölf den Endlauf und verlor auch noch den bei der EM 2006 in Budapest aufgestellten Europarekord (7:50,82) an Frankreich (7:50,37).

© SID

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