Schwimmen Olympia
Vize-Weltmeisterin Lurz mit blamabler Vorstellung

Schwimmerin Annika Lurz ist bei den Olympischen Spielen über 200m Freistil ausgeschieden und hat damit nahtlos an die miserablen Leistungen der übrigen DSV-Athleten angeknüpft.

Es dauerte 1:59,98 Minuten, da war das Elend vorbei. Annika Lurz hat den Untergang der deutschen Schwimmer in Peking nahtlos fortgesetzt. Die Würzburgerin, die im März 2007 bei der WM in Melbourne noch mit Silber geglänzt hatte, schied bei ihrem ersten Olympia-Auftritt über 200m Freistil im Vorlauf auf Rang 22 aus.

Erklärungen für die Blamage hatte Lurz nicht. "Ich habe keine Ahnung, woran es gelegen hat", sagte die 28-Jährige: "Ich hatte mich auch nicht unwohl gefühlt oder Angst wegen der Kulisse - das alles kannte ich ja vom vergangenen Jahr aus Australien."

Die Rückenverletzung Anfang des Jahres wollte sie nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Klar musste ich etwas aussetzen und aufholen. Aber ich war ja im April in Berlin schon wieder recht schnell, zumindest diese Zeit wollte ich schwimmen", meinte Lurz. Hat sie aber nicht - nicht annähernd.

Welten hinter eigener Bestleistung zurück

Stattdessen lag sie 4,30 Sekunden über ihrem deutschen Rekord - nach den Europarekordlern Helge Meeuw und Sarah Poewe erwischte es die nächste prominente Starterin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

Wie es geht, zeigte die Italienerin Federica Pellegrini mit Weltrekord in 1:55,45 Minuten. "Dass die Konkurrenz schnell schwimmt, hatte ich eigentlich eher als Anreiz gesehen. Das hat mir ja gezeigt, dass man in dem Becken gute Zeiten aufstellen kann", meinte Lurz. Sie selbst schaffte es nicht.

Lurz gab sich nach der peinlichen Pleite zumindest professionell. "Es steht ja noch der Start mit der 4x200m-Freistilstaffel an", sagte sie und versprach: "Da werde ich hochmotiviert sein."

Möglicherweise wird das auch ihr letzter Start bei einem internationalen Großereignis sein. Doch eine Entscheidung über ihre Zukunft wollte Lurz unmittelbar nach der enttäuschter Vorstellung nicht treffen: "Ich habe keine Ahnung, dazu kann ich jetzt wirklich nichts sagen."

© SID

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