Schwimmen Olympia
Warnecke kritisiert DSV-Cheftrainer Madsen

Nach den enttäuschenden Ergebnissen der deutschen Schwimmer hat Ex-Weltmeister Mark Warnecke DSV-Cheftrainer Örjan Madsen und dessen Führungsstil verbal kritisiert.

Nach den enttäuschenden Resultaten der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Peking hat Ex-Weltmeister Mark Warnecke heftige Kritik geübt. "Die Psyche der Athleten stimmt nicht, nur mit der richtigen mentalen Einstellung kann man gewinnen - aber die fehlt", sagte der Essener im Interview der Stuttgarter Nachrichten (Dienstagausgabe): "Die Sportler tun mir leid, sie können am wenigsten dafür."

Der 38-Jährige prangert besonders den Führungsstil und die Trainingsmethoden von Cheftrainer Örjan Madsen an. "Im DSV herrscht ein direktives Regime - es gilt nur die Devise: Wer nicht mitzieht, fliegt raus", sagte Warnecke: "Im Moment laufen sogar noch mehrere Abmahnverfahren gegen aktive Schwimmer. So kann man mit Menschen aber nicht umgehen."

"Wir müssen uns öffnen, neue Impulse zulassen"

Auch an den vom Norweger Madsen eingeführten Trainingsmethoden ließ der ehemalige Brust-Spezialist kein gutes Haar: "Wie 1988 funktioniert das heute nicht mehr. Wir müssen uns öffnen, neue Impulse zulassen." In erfolgreichen Schwimm-Nationen würden die Trainingsinhalte innovativ, kreativ und individuell gestaltet, meinte Warnecke weiter: "Dort werden die Inhalte nicht für alle Athleten verpflichtend von oben verordnet."

Für Warnecke ist der Auftritt der deutschen Schwimmer in Peking ein Desaster. "Nein, Olympia kann nicht mehr gut ausgehen. Selbst wenn Britta Steffen noch eine Gold- und eine Silbermedaille holen sollte, sieht es in der Gesamtbilanz schlecht aus", sagte der Bronzemedaillen-Gewinner über 100m Brust von Atlanta 1996.

© SID

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