Schwimmen
Phelps geht optimistisch auf Rekordjagd

Michael Phelps winkt bei den Olympischen Spielen in Peking neben einem Millionen-Jackpot der Eintrag in die Geschichtsbücher. Der US-amerikanische Schwimm-Superstar hat acht Goldmedaillen im Visier und könnte somit den Rekord seines legendären Landsmanns Mark Spitz brechen. Zudem kann Phelps zum erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten werden.

Während die Experten über die Machbarkeit des Vorhabens unterschiedlicher Meinung sind, will Phelps Taten statt Worte sprechen lassen. "Ich rede nicht darüber. Ich springe nur ins Wasser und mache das, was ich am liebsten tue: um die Wette schwimmen", sagte Phelps.

Bei der Ankunft des US-Teams in Peking ging er erstmal auf Tauchstation. Anders als seine Kollegen nahm der Star am Flughafen den Seitenausgang, um der Medienmeute und den Autogrammjägern zu entwischen. Denn Phelps ist komplett auf die Wettkämpfe fokussiert, um im futuristischen "Wasser-Würfel" in eine neue Dimension vorzudringen.

Auf dem Weg zum erfolgreichsten Athleten der Olympiageschichte

Selbst, wenn er "nur" die Hälfte der anvisierten acht Siege erringen sollte, kann sich Phelps mit dem Titel "erfolgreichster Athlet der Olympiageschichte" trösten. Nach seinen sechs ersten und zwei dritten Plätzen in Athen vor vier Jahren wird Phelps sehr wahrscheinlich die frühere russische Kunstturnerin Larissa Latynina (9/5/4) vom Thron stoßen - und das mit 23 Jahren.

"Ich bin in der Form meines Leben", sagte Phelps unmittelbar nach dem Trainingslager in Singapur. In seiner Heimat wird nichts anderes als ein Siegeszug von ihm erwartet. Dank Rechteinhaber NBC werden Mill. Landsleute zur besten amerikanischen Sendezeit am Abend, also um 10.00 Uhr morgens in Peking, ihren Helden am TV begleiten.

Eine Million Dollar Rekordprämie

Als zusätzlichen Anreiz für Phelps will dessen Ausrüster dem Goldjungen eine Million Dollar als Prämie ausschütten, sollte er tatsächlich den Rekord von Spitz brechen. Allerdings hat das australische Unternehmen anders als vor vier Jahren keine Versicherung gefunden, die für die Summe im Erfolgsfall aufkommt. Zu souverän holte Phelps 2007 in Melbourne sieben WM-Titel, zudem hält er in allen fünf Einzeldisziplinen, in denen er neben den Staffeln an den Start geht, die Jahresweltbestzeit.

Spitz hat seinen Rekord daher fast schon abgeschrieben. "Michael hat eine große Chance, es zu schaffen", sagt der 58-Jährige, der 1972 in München sieben Mal ganz oben auf dem Podium stand. Er würde sich sogar freuen, wenn ihn Phelps ablösen würde: "Es ist an der Zeit, dass ich den Stab weitergebe."

Anders als "Mark the Shark" zweifelt Phelps' früherer Erzrivale Ian Thorpe am Gelingen der Mission. "Ich glaube nicht, dass achtmal Gold möglich sind", meinte der vor zwei Jahren zurückgetretene Australier. Phelps sei nicht mehr so dominant wie früher und müsse sich einer starken Konkurrenz stellen. Als mögliche Stolpersteine gelten die drei Staffelwettbewerbe, die ihm schon in Athen einen Strich durch die Rechnung machten. Zudem ist noch nicht endgültig klar, ob Phelps in der 4x100-m-Freistilstaffel an den Start geht.

Hackett und van den Hoogenband wollen Goldhattrick

Im Schatten von Phelps können im Aquatic-Center von Peking auch Grant Hackett (1500m Freistil) und Pieter van den Hoogenband (100m Freistil) Meilensteine setzen. Beide streben in ihren Disziplinen den jeweils dritten Olympiasieg in Folge an. Ein Gold-Hattrick ist bislang noch keinem männlichen Schwimmer gelungen.

© SID

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