Schwimmen
Verfahrensfehler gegen Peirsol aufgeklärt

Die Geschehnisse beim 200 m Rückenschwimmen erinnerten am gestrigen Donnerstag Abend an den Vielseitigkeitswettbewerb am Mittwoch im Reitsport. Erst gewinnen die Deutschen Gold. Dann wird es ihnen aberkannt. Schließlich wieder zuerkannt. Dieselbe Farce erlebte jetzt auch der amerikanische Rückenschwimmer Aaron Peirsol.

HB ATHEN. Der Amerikaner Aaron Peirsol schwamm herausragend. Sein Können als Rückenschwimmer ist unbestritten. Trotzdem wurde ihm die Goldmedaille aberkannt. Die Begründung blieb lange aus. Vermutungen äußerte der Zweitplatzierte und neue Olympiasieger Markus Rogan in einem Fernsehinterview nach dem Lauf. Er sagte, es seien politische Gründe, die dahinter steckten. Näheres wollte er nicht sagen und die Goldmedaille interessierte ihn auch nicht. Auf die Art wolle er nicht zu Gold kommen.

Daraufhin wurde angenommen Peirsols Disqualifizierung könne mit seinen Aussagen zu dem japanischen Olympiasieger vom Mittwochabend und seiner Kritik an dessen Schwimmstil zusammen hängen. Angeblich hatte sich Aaron Peirsol hinsichtlich des Schwimmers geäußert, mit der Technik habe er es nicht verdient Olympiasieger zu werden. Die Statements Peirsols zu seiner Konkurrenz sind unbestätigt.

Nach vielem Hin und Her wurde schließlich der Grund für Aaron Peirsols Disqualifizierung genannt: Ein Wendefehler hatte zu der Aberkennung der Medaille geführt. Peirsol soll einen nicht erlaubten Kraulbeinschlag bei der Wende geschwommen sein.

Wenig später erreichte die Presse die Nachricht der Amerikaner sei nun doch Goldmedaillengewinner wegen eines Verfahrensfehlers bei der Aberkennung der Medaille. Der Verfahrensfehler blieb bis nach der Siegerehrung unbekannt und vor allem ungenannt. Während Aaron Peirsol sich glücklich in sich hinein lächelnd die Goldmedaille über den Kopf streifen ließ, wurde niemand mehr aus den wechselnden Meldungen schlau. Dann wurde der Verfahrensfehler konkretisiert. Die Disqualifizierung wurde nicht in den offiziellen Sprachen Englisch und Französisch ausgesprochen. Damit ist die Disqualifizierung ungültig. So schreibt es das Regelbuch vor.

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