Schwimmwettbewerbe
Van Almsick dämpft Erwartungen an DSV-Team

Angesichts der Rekord-Flut im Schwimmen hat Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick keine hohen Erwartungen an das DSV-Team: "Da mitzuhalten wird für die Deutschen sehr schwer."

Deutschlands früherer Schwimmstar Franziska van Almsick setzt keine hohen Erwartungen an das Abschneiden des deutschen Teams bei den Olympischen Sommerspielen in Peking. "Der futuristische Wasserwürfel erlebt sicher die stärksten Schwimmwettbewerbe aller Zeiten mit einer nie da gewesenen Anzahl an Rekorden. Da mitzuhalten, wird für die Starter aus dem Deutschen Schwimmverband sehr, sehr schwer", schreibt die frühere Weltmeisterin in einer Kolumne für die Welt am Sonntag. Sie rechnet zudem "noch mit Aufsteigern, zum Beispiel aus Japan, China oder Korea".

Angesichts der bislang wenig überzeugenden Auftritte der DSV-Athleten glaubt van Almsick: "Nur eine Goldmedaille, die ich Britta Steffen wie Thomas Lurz über zehn Kilometer im Freiwasser durchaus zutraue, würde vieles positiv überstrahlen." 2000 in Sydney holten die deutschen Schwimmer dreimal Bronze, vor vier Jahren in Athen gab es eine Silber- und vier Bronzemedaillen.

Es zählt nicht nur Gold

Van Almsick findet zudem, "dass zweite oder auch sechste Plätze auch noch Erfolge sind. Dass jemand mit Bronze als ein auf Grund gelaufener Dampfer gilt, so wie es bei mir ja einmal war, das darf es nie wieder geben."

In Anbetracht von bislang 52 Weltrekorden bringe es nichts, "darüber zu grübeln, ob bei der extremen Leistungsentwicklung anderswo mit Doping nachgeholfen wurde", schreibt die 30-Jährige. "Mit solchen Gedanken darfst du dich bei Olympia gar nicht belasten. Man kann es eh nicht ändern. Du musst als Sportler dein Ding machen und dabei in den Spiegel gucken können, auch noch in zehn Jahren. Wer über tiefe Stimmen oder überbordende Kiefer nachdenkt, dreht nur durch."

© SID

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