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SCM enttäuscht Analysten

Die an der Nasdaq und am Neuen Markt gelistete SCM Microsystems Inc hat im dritten Quartal bei einem Umsatzplus ihren Nettoverlust zurückgefahren, die Erwartungen der Analysten aber nicht erfüllt.

rtr PFAFFENHOFEN. Der Nettoverlust einschließlich Goodwill-Abschreibungen und Kompensationen für Aktienoptionen sei auf 2,0 Mill. $ nach 2,4 Mill. Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres geschrumpft, teilte das Technologieunternehmen am Donnerstag in Pfaffenhofen mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Verlust von lediglich 1,57 Mill. Dollar gerechnet. Der Quartalsumsatz stieg den Angaben zufolge um 7,4 % auf 46,5 Mill. Dollar.

Die im Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax 50 notierte SCM-Aktie legte am Morgen um 8,23 % auf 10,39 ? zu. Für das vierte Quartal rechne SCM mit einem operativen Gewinn zwischen 350 000 Dollar bis 1,2 Mill. Dollar, teilte die in den Märkten digitale Medien, Breitbandzugang und PC-Sicherheit tätige Gesellschaft weiter mit. Der Umsatz werde zwischen 45 und 48 Mill. Dollar liegen. Ein Sprecher sagte, dass Unternehmen sehe sich damit für 2001 im Plan. Zahlen für das Gesamtjahr nenne SCM grundsätzlich nicht. "Sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter verschlechtern, müssen wir sehen, wie sich das auf unsere Zahlen auswirkt", fügte er hinzu. Für 2002 werde voraussichtlich im Dezember ein Ausblick gegeben. SCM Microsystems entwickelt Chip-, Hard- und Softwarelösungen.

Operativ hat SCM nach eigenen Angaben im dritten Quartal trotz der insbesondere in den USA schwierigen konjunkturellen Situation auf EBITA-Basis - also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen - einen operativen Gewinn von 0,5 Mill. $ nach rund 0,66 Mill. $ im Vorjahreszeitraum verbucht. SCM sehe sich auf gutem Weg, im Zuge der Restrukturierung die Profitabilität dauerhaft weiter zu steigern, hieß es. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit erklärt, durch Einsparungen in der Produktion und Verlagerung von Arbeitsplätzen sowie gesteigerte Verkaufszahlen die Kosten senken zu wollen.

Die Endkunden-Sparte habe sich im Quartal verhalten entwickelt, hieß es weiter. Die Nachfrage nach Smart-Card-Lesegeräten sowie Zugangskontroll-Modulen für das digitale Fernsehen sei hingegen stark gewesen. Vor Kompensationen für Aktionenoptionen und Goodwill hat SCM nach eigenen Angaben im Quartal einen Nettogewinn von 1,8 (1,9) Mill. Dollar verbucht. Die liquiden Mittel per 30. September seien leicht auf 54,5 Mill. Dollar angestiegen.

"Die Zahlen sind an sich nicht schlecht", sagte UBS Warburg - Analyst Yves Kissenpfennig, schränkte aber ein: "Das EBITA ist aber deutlich tiefer als erwartet." Er sei von einem operativen Gewinn von 0,9 Mill. Dollar ausgegangen. Die Erwartung des Unternehmens für das vierte Quartal bezeichnete Kissenpfennig als optimistisch. Er stuft die Aktie weiter mit "Hold" ein. Analysten hatten im Schnitt für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 46,71 Mill. Dollar und einem Verlust vor Steuern und Zinsen von 2,9 Mill. Dollar gerechnet.

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