SCM Microsystems im Mittelpunkt
Neuer Markt im Minus

Der Neue Markt hat sich am Freitag nach Einschätzung von Händlern auf Grund der allgemeinen Verunsicherung der Anleger bei dünnen Umsätzen schwächer präsentiert. "Die weiter unklaren Konjunkturaussichten und die Flut schlechter Unternehmensmeldungen stiften weiter starke Verunsicherung", sagte ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Die sehr dünnen Umsätze zeigten, dass viele Anleger abwarten würden. Langfristig ausgerichtete Investments seien kaum noch zu erkennen, sagte ein anderer Börsianer. "Jeder noch so kleine Anstieg wird zu Gewinnmitnahmen genutzt." Vor dem Wochenende sei auch nicht mehr viel zu erwarten, hieß es. Im Mittelpunkt des Handels standen die Papiere von SCM Microsystems.

Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share-Index gab 0,5 % auf 1 518 Punkte ab, die im Nemax50 zusammengefassten Blue Chips verloren 1,09 % auf 1418 Zähler. Am Vortag hatte der All-Share-Index 0,48 % und der Auswahlindex Nemax50 1,27 % zulegen können. Die US-Technologiebörse Nasdaq hatte den Handel bei 2 058 Punkten 1,35 % fester verlassen, was Händler unter anderem auf die anhaltenden Zinssenkungsfantasien zurückführten.

Im Mittelpunkt stand die Aktie von SCM Microsystems, die sich um knapp 11 % auf 11,65 Euro erhöhte. Das auch an der Nasdaq gelistete Unternehmen hatte am Vortag in den USA rund 42 % an Wert gewonnen. Dieser Aufschlag werde nun in Frankfurt nachgezeichnet, sagte ein Händler. Begründet wurden die Gewinne von Aktienhändlern mit einer bevorstehenden Kooperation. Ein SCM-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters, am Freitag werde eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Technologieunternehmen Kodak verkündet, die aber bereits in den USA kommuniziert wurde.

Auf der Seite der Kursverlierer ragten erneut die Titel von D.Logistics heraus, die zeitweise 6 % auf 16,55 Euro verloren. In den vergangenen Tagen hatten Händler immer wieder auf starke Fonds-Verkäufe im Zusammenhang mit den Verlusten des Logistikdienstleisters verwiesen.

Teldafax unter Druck

Insgesamt verzeichneten 36 der 50 Blue Chips am Markt Kursverluste.

Am breiten Markt fielen die Papiere der angeschlagenen Teldafax AG um knapp 14 % auf 0,24 Euro. Zuvor hatte Teldafax die für den 11. Juli anberaumte Hauptversammlung abgesagt. Einen neuen Termin oder Grund für die Absage nannte das Unternehmen nicht. Außerdem kündigten die beiden Betreuerbanken DG Bank und Goldman Sachs ihre Mandate für Teldafax.

Rund 22 % fester bei 1,44 Euro tendierten hingegen die Papiere der Artstor AG . Am Morgen hatte das Hamburger Unternehmen mitgeteilt, dass die bisherige Vorstandsvorsitzende Britt Wiedenhöft aus persönlichen Gründen und mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlassen habe.

Telesens KSCL legte 5,47 % auf 4,63 Euro zu. Der Kölner Anbieter von Abrechnungssystemen für die Telekommunikationsindustrie hat sich nach eigenen Angaben über Investoren 18 Mill. Euro an zusätzlichen Finanzmitteln gesichert.

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