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SCM Microsystems kündigt Sparprogramm an -'Licht am Ende des Tunnels'

(dpa-AFX) Ismaning - Das deutsch-amerikanische Elektronikunternehmen SCM Microsystems < SMY.ETR > hat sich nach einem enttäuschenden Quartal optimistisch zum weiteren Geschäftsverlauf geäußert. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte Vorstandschef Robert Schneider am Donnerstag der Wirtschaftsnachrichtenage ntur dpa-AFX. Um zu verhindern, dass das Unternehmen weiterhin Verluste von vier bis fünf Millionen US-Dollar pro Quartal einfährt, sind Sparmaßnahmen geplant.

(dpa-AFX) Ismaning - Das deutsch-amerikanische Elektronikunternehmen SCM Microsystems < SMY.ETR > hat sich nach einem enttäuschenden Quartal optimistisch zum weiteren Geschäftsverlauf geäußert. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte Vorstandschef Robert Schneider am Donnerstag der Wirtschaftsnachrichtenage ntur dpa-AFX. Um zu verhindern, dass das Unternehmen weiterhin Verluste von vier bis fünf Millionen US-Dollar pro Quartal einfährt, sind Sparmaßnahmen geplant.

"Unsere Cash-Position von 50 Millionen Dollar soll nicht verbraten werden", sagte Schneider. Bei den Personalkosten sollen 20 bis 25 Prozent eingespart werden. Gespart werden soll auch bei den IT-Ausgaben. "Wir stoppen alle weiteren Entwicklungen bei SAP", sagte Schneider. Im abgelaufenen Quartal war der Umsatz im Vorjahresvergleich um 40 Prozent eingebrochen - auf 11,5 Millionen US-Dollar. Der operative Verlust (Ebit) erhöhte sich von 4,2 Millionen auf 7,2 Millionen US-Dollar, der Fehlbetrag von 5 Millionen auf 6,9 Millionen Dollar.

Probleme bereitete nach Angaben von SCM das Digital-TV-Segment. Hier hätten Konkurrenz durch nicht lizenzierte Produkte, Verzögerungen bei Neuentwicklungen sowie Preissenkungen das Geschäft beeinträchtigt. Daher habe SCM im zweiten Quartal 2004 eine Sonderabschreibung auf Lagerbestände in Höhe von rund 2,9 Millionen US-Dollar vorgenommen. Dies habe die Bruttomarge des Unternehmens, die ansonsten 40 Prozent betragen hätte, auf 15 Prozent gedrückt.

Hoffnungsmarkt Korea

Große Hoffnungen setzt Schneider auf den südkoreanischen Kabelfernsehmarkt. Bereits im laufenden Quartal sollen die ersten 10.000 Module für den Zugang zu kostenpflichtigen Fernsehangeboten verschifft werden. Die dortige Regulierungsbehörde schreibe den Betreibern vor, dass das Zugangssicherungsmodul in der Settop-Box austauschbar sein müsse. Das ermögliche dem Besitzer den problemlosen Wechsel des Kabelbetreibers. "Leider gibt es in Deutschland in dieser Sache keine klare Richtung", sagte Schneider. Aus Südkorea lägen bereits Aufträge der Betreiber BSI und CJ Cable vor.

Der SCM-Microsystems-Chef rechnet sich zudem gute Chancen aus, wenn das US-Heimatschutzministerium seine Pläne zur elektronischen Gebäudezugangskontrolle in die Tat umsetzt. "Wir sind bei den Tests mit dabei und befinden uns in einer sehr guten Position", sagte Schneider. In Deutschland setzt Schneider auf die Pläne der Krankenkassen, Gesundheitskarte und Ausweis miteinander zu verbinden.

Die im Tecdax < Tdxp.ETR > notierte Aktie ging am Donnerstag mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 2,96 Euro aus dem Handel. Die derzeitige Marktkapitalisierung entspricht ungefähr der Cash-Position des Unternehmens.

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