Scolari triumphiert
2:1 = Portugal im Finale

Es war ein Fluch, der auf den Portugiesen lag. Heute haben sie ihn gebrochen und ein Traum ist damit in Erfüllung gegangen. Die Helden heißen Cristiano Ronaldo (26.) und Nuno Maniche (58.), die ihre Mannschaft ins Endspiel schossen. Sie verbeugen sich vor den Altmeistern Figo und Trainer Scolari - ohne die beiden wäre der Jubel der Hausherren, die sich auf eine rauschende Siegesparty bis in den frühen Morgen einstellen, kaum möglich gewesen.

HB LISSABON. Beflügelt von der großen Kulisse demonstrierten die Portugiesen unter der Regie ihres zum ersten Mal in Weltklasse-Form auftrumpfenden Kapitäns Luis Figo eindrucksvoll ihr spielerisches Potenzial. Einziges Manko einer überragenden Darbietung der Hausherren war die schwache Chancenverwertung, wobei sich vor allem Pauleta hervortat. Während die Gastgeber stets den direkten Weg zum Tor suchten und sich Gelegenheiten zuhauf erspielten, brauchten die im Schnitt 29,9 Jahre alten Niederländer zu viele Stationen, um den Ball nach vorne zu tragen. Als Totalausfall im Team von Bondscoach Dick Advocaat, das seinen zweiten Final-Einzug nach 1988 verpasste, entpuppte sich Clarence Seedorf, der seinem Team im Mittelfeld keine Impulse geben konnte.

Die Furcht der Gastgeber vor "Tormaschine" Ruud van Nistelrooy erwies sich als unbegründet. Der im Turnier schon vier Mal erfolgreiche Angreifer von Manchester United konnte sich einen Tag vor seinem 28. Geburtstag der Bewachung durch Andrade nicht entziehen. "Van the Man" machte erstmals in der 39. Minute auf sich aufmerksam, als der schwedische Schiedsrichter Anders Frisk seinem Treffer wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Da sich auch der hoch gelobte Arjen Robben auf der linken Seite in Zweikämpfen aufrieb und praktisch wirkungslos blieb, fehlte der Offensive der "Oranje"-Auswahl das kreative Element.

Auf der Gegenseite sprühte Real Madrid-Star Figo vor Spiellaune. Sechs Tage nach seiner Auswechslung im Viertelfinale gegen England brillierte der 31-Jährige mit seinen Flankenläufen und war an fast allen gefährlichen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt. In der 9. Minute verfehlte Ronaldo nach einer flachen Hereingabe von Figo die frühe portugiesische Führung. Nach dem 1:0. das der 19-Jährige Ronaldo per Kopf nach einem Eckball von Deco erzielte, verfehlte Figo mit einem fulminanten Pfostenschuss (41.) das zweite Tor für die Hausherren. Erst im zweiten Durchgang baute der Mittelfeld-Star kräftemäßig etwas ab.

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