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SEC will bei Börsen Betrieb und Aufsicht trennen

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) will die Transparenz ...

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) will die Transparenz der US-Börsen erhöhen, so lautet eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 11. 11. 2004. Einstimmig hat die fünfköpfige Kommission eine Vorlage verabschiedet, wonach Betrieb und Aufsicht der sich selbst regulierenden Marktanbieter getrennt werden sollen. Die New York Stock Exchange (NYSE), die Nasdaq und acht weitere Börsen sollen verstärkt unabhängige Mitglieder ins Board aufnehmen und Details der Bezüge ihrer Verantwortlichen veröffentlichen. Die Bestimmungen sehen ferner verschärfte Informationspflichten im Verhältnis zur SEC vor.
Mit dem Beschluss der Behörde beginnt eine Anhörungsfrist, in der sich die Betroffenen zu den geplanten Neuerungen äußern können. Börsen seien nicht gefeit gegen Fehltritte, sagte SEC-Chairman William Donaldson . Nach einer Phase intensiver Beschäftigung mit der Führung börsennotierter Unternehmen sei es nachlässig, das Wissen nicht anzuwenden.
Die SEC zieht mit ihrem Vorstoß die Lehren aus dem Fall Richard Grasso . Der ehemalige Chairman der NYSE hatte es geschafft, sich von dem für seine Vergütung zuständigen Ausschuss der Börse ein Gehaltspaket von insgesamt 188 Mio. Dollar schnüren zu lassen. Infolge der Empörung von Investoren über die Entlohnung Grassos hat die NYSE bereits viele der nun von der SEC forcierten Neuerungen umgesetzt. Die Nasdaq betreibt ihre Handelsaufsicht ohnehin bereits unabhängig vom Aktienmarkt.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 29.11.2004

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