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Sechs Ausländer im Irak entführtDPA-Datum: 2004-07-22 07:32:50

Bagdad (dpa) - Im Irak sind nach einem Medienbericht erneut sechs Ausländer verschleppt worden. Der arabische Nachrichtensender El Arabija zeigte ein Video der bisher unbekannten Gruppe «Träger des Schwarzen Banners».

Bagdad (dpa) - Im Irak sind nach einem Medienbericht erneut sechs Ausländer verschleppt worden. Der arabische Nachrichtensender El Arabija zeigte ein Video der bisher unbekannten Gruppe «Träger des Schwarzen Banners».

Die Geiselnehmer der Lastwagenfahrer fordern den Abzug des kuwaitischen Unternehmens, für das die Männer im Irak arbeiten. Die Extremisten drohen, die Geiseln - drei Inder, zwei Kenianer und ein Ägypter - in Abständen von 72 Stunden zu enthaupten, sollte ihre Forderung nicht erfüllt werden.

Um einem Eindringen von Terroristen in den Irak und dem Waffenschmuggel entgegen zu wirken, stimmten die Nachbarstaaten am Mittwoch während eines Außenministertreffens in Kairo einem von Bagdad geforderten Austausch von Geheimdienstinformationen zu. In einer Abschlusserklärung des Kairoer Treffens wurde ein «baldiges» Treffen der Innenminister Iraks, der Türkei, Ägyptens, Irans, Syriens, Jordaniens, Kuwaits und Saudi-Arabiens angekündigt. Der irakische Außenminister Hoschiar Sibari hatte zuvor verlangt, vor allem müssten die Nachbarn bei der Sicherung der gemeinsamen Grenzen aktiver werden. Bagdad wirft vor allem Syrien und Iran vor, sie verhinderten nicht das Eindringen von Terroristen in den Irak.

Im Irak kamen bei Kämpfen mit Aufständischen und Anschlägen rund ein Dutzend Menschen ums Leben. Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad starben nach Angaben der irakischen Polizei vier Menschen. Bei einem Raketenangriff auf ein Gesundheitszentrum der Stadt wurden nach Krankenhausangaben zwei Menschen getötet und fünf verletzt. Möglicherweise galt der Angriff dem Italienischen Roten Kreuz, das in dem Gebäude eine Krankenstation betreibt.

In der Stadt Mussajab südlich von Bagdad erschossen unbekannte Täter den stellvertretenden Direktor einer Zementfabrik. Ein Kraftwerk der Stadt wurde mit Mörsergranaten beschossen.

Bei heftigen Gefechten zwischen Irakern und US-Soldaten in der nordirakischen Stadt Samarra kamen nach neuesten US-Militärangaben drei Aufständische ums Leben, sechs wurden verletzt. Zunächst war von sieben toten Aufständischen die Rede gewesen. Ein US-Soldat starb 60 Kilometer nördlich von Bagdad, als ein Sprengsatz neben seinem Schützenpanzer explodierte. Sechs weitere Soldaten seien verletzt worden, bestätigte das US-Militär.

Die angekündigte UN-Hilfe für die geplanten Wahlen im Irak droht zu scheitern, weil nicht genügend Sicherheitskräfte zur Verfügung stehen. «Bisher haben erst drei bis vier Länder ein gewisses Interesse bekundet», sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan am Mittwoch in New York. Ohne ausreichende Schutztruppe aber seien die UN nicht bereit, eine größere Anzahl von Mitarbeitern zur Vorbereitung der Wahlen in den Irak zu entsenden, stellte Annan klar. Aber selbst diese Länder hätten die Zahl der Soldaten begrenzt und Bedingungen an ihre Bereitstellung geknüpft, bedauerte Annan.

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