Sechs Cent pro Aktie
AT&T wieder mit Gewinn

Der US-Telefon- und Kabelfernsehkonzern AT&T hat im ersten Quartal 2002 im Zuge des Abschwungs der gesamten Telekommunikationsbranche seinen Nettoverlust ausgeweitet und einen geringeren Umsatz erzielt.

Reuters NEW YORK. Für das laufende Vierteljahr prognostizierte das Unternehmen am Mittwoch eine anhaltend schwache Umsatzentwicklung. Der Nettoverlust von AT&T weitete sich auf 975 Millionen Dollar nach 192 Millionen Dollar im Vorjahr aus. Je Aktie beträgt er damit 28 (Vorjahr zehn) Cent. Analysten zufolge fiel der Fehlbetrag höher aus als vom Markt erwartet. Sie rechnen für das zweite Quartal mit einem Gewinn am oberen Ende der Konzernprognose von ein bis vier Cent je Aktie.

Den Gewinn für das fortgeführte Geschäft bezifferte der Branchenriese für das erste Vierteljahr auf sechs Cent je Aktie nach einem Verlust von zwei Cent im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn schließe unter anderem den Einfluss von Bilanzierungsänderungen, Gewinnen und Verlusten aus Investitionen und andere Einmaleffekte aus.

Der Pro-Forma-Umsatz fiel in den ersten drei Monaten um 8,4 Prozent auf 12,02 Milliarden Dollar. Er wurde nach Unternehmensangaben um den Verkauf des AT&T-Anteils an der Internetfirma ExciteAtHome und Kabelnetzbeteiligungen bereinigt. Unter Berücksichtigung dieser Posten ergebe sich ein Umsatzminus von 11,3 Prozent. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern einen erneuten Rückgang der Erlöse um rund acht Prozent.

Im Firmenkundengeschäft ging der Umsatz den Angaben zufolge um acht Prozent auf 6,53 Milliarden Dollar zurück und brach im Privatkundengeschäft sogar um 22 Prozent auf 3,13 Milliarden Dollar ein. Dagegen verbuchte die Breitband-Sparte des Konzerns, AT&T Broadband, nach Anpassung um Verkäufe und Übernahmen von Kabelnetzbeteiligungen ein Umsatzplus von rund 14 Prozent auf 2,44 Milliarden Dollar.

Analysten zeigten sich von der Höhe des Umsatzrückgangs überrascht. Die Zahlen zeigten, dass die Schwäche der Telekombranche sehr viel schwerwiegender sei als zunächst angenommen, sagte Susan Kalla, Analystin bei Friedman Billings Ramsey. Tim Ghriskey von Ghriskey Capital Partners betrachtete besonders das AT&T-Privatkundengeschäft als Schwachstelle. Dieses werde durch die Konkurrenzsituation am Markt sowie die zunehmende Bedeutung von Mobiltelefonen und E-Mails beeinträchtigt.

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