Sechs Seeleute getötet, 35 Veletzte, elf Vermisste
Jemenitische Terroristengruppe bekennt sich zu US-Kriegsschiff Attentat

Bei dem mutmaßlichen Selbstmord-Attentat auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" in Aden im Jemen sind nach Angaben der US-Marine sechs Seeleute getötet und 35 verletzt worden. Elf Seeleute würden noch vermisst, teilte die Marine am Donnerstag mit. Der Chef des Streitkräfte-Komitees des US-Senats, John Warner, sagte, eine "bekannte Terroristengruppe im Jemen" habe sich zu dem Anschlag bekannt.

Reuters DUBAI. Dies werde überprüft. Es könne auch Verbindungen zu dem mutmaßlichen saudiarabischen Terroristen Osama Bin Laden geben, sagte Warner. Die USA machen Bin Laden für Anschläge 1998 auf US-Botschaften in Kenia und Tansania verantwortlich, bei denen mehr als 200 Personen getötet wurden.

Der Zerstörer "USS Cole" der Arleigh-Burke-Klasse hatte nach Marine-Angaben in Aden angelegt, um Treibstoff zu bunkern. US- Verteidigungsminister William Cohen sagte, Augenzeugen zufolge habe sich die Explosion ereignet, als sich ein kleines Boot dem Schiff genähert habe. Das Boot sei an der Vertäuung der "USS Cole" beteiligt gewesen. In Kreisen des US-Verteidigungsministeriums hieß es, zwei Männer an Bord des Bootes hätten eine militärische Haltung angenommen, bevor es zur Explosion gekommen sei. Die Detonation riss ein sechs mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf der "USS Cole".

FBI wird Verteidigungsministerium bei Ermittlung unterstützen

US-Präsident Bill Clinton sagte in Washington, wenn der Vorfall ein Terrorakt gewesen sei, werde die USA die Täter und Hintermänner zur Rechenschaft ziehen. Die USA würden sich nicht von ihren Bemühungen um Frieden im Nahen Osten abhalten lassen, sollte dies der Hintergrund für den Anschlag sein. Clinton ordnete zum Gedenken an die getöteten Seeleute Halbmast für alle US-Fahnen bis Sonnenuntergang Montag an. US-Justizministerin Janet Reno teilte mit, die Bundespolizei FBI werde das Verteidigungsministerium bei den Ermittlungen unterstützen.

Als wichtigster Verbündeter Israels werden die USA wegen der seit zwei Wochen anhaltenden Unruhen zwischen Israelis und Palästinensern von radikalarabischen Kräften scharf kritisiert. Das US-Außenministerium warnte US-Bürger davor, in den Jemen, nach Israel oder in die Palästinensergebiete zu reisen.

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