Sechste Flucht
Sexualstraftäter Schmökel bleibt verschwunden

Reuters BERLIN. Der vor einer Woche bei einem Freigang geflohene Sexualverbrecher Frank Schmökel bleibt verschwunden. Auch eine weitere groß angelegte Suchaktion im Raum Strausberg bei Frankfurt (Oder) brachte am Dienstag nach Angaben der Polizei keinen Erfolg. "Nichts", kommentierte ein Polizeisprecher die Durchsuchung einer Mülldeponie und einer Bunkeranlage der früheren DDR-Volksarmee. Bislang seien bei der Polizei 475 Hinweise eingegangen, unter denen aber keine heiße Spur sei. Schmökel, der in einer psychiatrischen Klinik im brandenburgischen Neuruppin eine 14-jährige Haftstrafe verbüßt, war am Montag voriger Woche beim Besuch seiner Mutter in Strausberg geflohen.

Bei seiner Flucht hatte Schmökel einen Krankenpfleger mit einem Messerstich lebensgefährlich verletzt. Der Mann lag nach Angaben der Polizei am Dienstag noch immer im Koma. Auch seine Mutter hatte Schmökel mit einem Messerstich verletzt. Gegen die Begleiter Schmökels ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Ein Pfleger und ein Sozialarbeiter hatten auf der Straße geraucht, während der Triebtäter und Kinderschänder mit einem anderen Pfleger in der Wohnung seiner Mutter war. Es ist bereits Schmökels sechste Flucht.

Die Flucht des Sexualverbrechers hat einen Streit im brandenburgischen Kabinett ausgelöst. Der für die Unterbringung Schmökels im Maßregelvollzug zuständige Sozialminister Alwin Ziel (SPD) erklärte, seinem Ministerium seien keine Vorwürfe zu machen. Dem widersprach Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) vehement.

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