Sega-Aktien brechen ein
Börse Tokio schliesst im US-Sog schwächer

Die Börse Tokio hat am Freitag den stärksten Kursrückgang seit zwei Wochen verzeichnet. Händler sagten, im Sog der kräftigen Gewinnmitnahmen an der Wall Street habe auch der 225 führende Werte umfassende Nikkei Index den Rückzug angetreten. Er büsste 2,57 Prozent auf 8690,77 Zähler ein. Der kapitalgewichtete Topix-Index sank um 2,05 Prozent auf 862,49 Punkte.

Reuters TOKIO. Nach der jüngsten Erholung der US-Hochtechnologiewerte sei es nun zu Gewinnmitnahmen gekommen, sagte ein Händler. Dies wiederum habe auch den japanischen Branchenvertretern zugesetzt. So litten die Aktien der weltweiten Nummer eins der Unterhaltungselektronik Sony unter Abgaben und schlossen 2,4 Prozent tiefer mit 5190 Yen.

Die Aktien des Spielekonsolen-Herstellers Sega verzeichneten einen Einbruch von 16,5 Prozent auf 1012 Yen. Die Titel waren bereits am Vortag nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens massiv eingebrochen.

Die Aktien der Mobiltelefongesellschaft NTT DoCoMo sanken 5,8 Prozent auf 227.000 Yen. der Konzern hatte am Vorabend über einen Gewinneinbruch informiert und die Ertragsprognose reduziert.

Erneut Sorgen um die Banken

Erneut aufflackernde Sorgen im Zusammenhang mit dem Berg an notleidenden Krediten, deren Bewältigung das japanische Bankensystem belasten, drückten auf die Finanzwerte. Die Investoren zweifelten, ob die Massnahmen der Regierung greifen und damit auch die Deflation wirksam bekämpft werden kann, hiess es. "Was meiner Meinung nach den grössten Schatten wirft, ist die fehlende Visibilität an der politischen Front," sagte ein Analyst.

UFJ Holdings sackten gegen 8,7 Prozent auf 157.000 Yen ab. Die Aktien der nach Bilanzsumme weltgrössten Bank Mizuho Holdings schlossen 7,7 Prozent tiefer mit 169.000 Yen. Die Aktien von Itochu, der Nummer drei unter den japanischen Handelshäusern, verloren sieben Prozent auf 252 Yen, nachdem das Unternehmen einen Gewinnrückgang um zwölf Prozent mitgeteilt hatte.

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